Rückreise und Dankeschön

25Juli2017

Alles hat ein Ende!

Pünktlich um 20 Uhr Ortszeit, startete unser KLM Flieger in Lima Richtung Amsterdam. Wie schon auf dem Hinflug war das Flugzeug sehr modern und zum Glück auch mit ausreichend Platz ausgestattet.

Nach einer guten Stunde haben wir unseren ersten Film kurz unterbrochen, da wir das Essen serviert bekommen haben. Auch dieses konnte durchaus überzeugen! Neben einem frischen Salat mit Feta, gab es Huhn mit Reis in einer Art Pesto Soße und als Nachtisch ein sehr leckeres Tiramisu. Abgerundet wurde das Ganze mit einem kalten Bier bzw. Südafrikanischem Rotwein. Wir waren also bestens versorgt, guckten noch einen weiteren Film und schliefen dann durch, bis wir über London wach wurden.

Der Flug verging also wie nichts und wir landeten 20 Minuten vor geplanter Ankunft in Amsterdam.

Da wir das Frühstück im Flugzeug verschlafen hatten, steuerten wir, ähnlich wie damals in Köln, erstmal einen Supermarkt im Flughafen an. Wir deckten uns mit Brötchen, Käse und Wurstwaren ein und schmausten erst einmal europäische Kost am Bahnsteig.

Der Zug zum Hauptbahnhof kam mit etwas Verspätung, so dass wir schon dachten es könnte etwas knapp mit dem Anschluss werden. Diesen erreichten wir dann aber doch locker und nahmen nach etwas suche auf 2 freien Plätzen platz. Die längere 3,5 Stunden fahrt nach Bünde verlief dann auch relativ ereignislos.

In Bünde kamen wir mit etwas Verspätung an, welches sich durch die deutliche Verspätung des Anschlusszuges jedoch relativieren sollte. Da der Zug laut Info der Bahn App 20 Minuten zu spät kommen sollte, ging Markus in den benachbarten Marktkauf um endlich Wasser zu kaufen. Am Bahnhof gab es leider nichts und wir hatten schon seit Stunden Durst.
Leider kam der Zug dann doch deutlich früher als in der Bahn App und verlies den Bahnhof als Markus gemütlich zurück trottete. Zum Glück fuhr der nächste Zug nach Bielefeld HBF schon 15 Minuten später und wir kamen mit dieser leichten Verspätung dann endlich um 21:50 Uhr in Bielefeld an.

Dort warteten auch schon Detlev und Dette auf uns, um uns in Empfang zu nehmen und nach Detmold zu bringen.
In Detmold Empfang uns dann Andrea mit einem kalten Bier und kleinem Snack, welches nach den knapp 20 Stunden Reisestrapatzen sehr gut tat. Vielen Dank nochmal dafür! :)

Somit endet unser 13 Wochen Reiseabenteuer nun endgültig! Nach 5,5 Wochen Mittel- und 7,5 Wochen Südamerika sind wir wieder zurück in Deutschland.
Die Zeit war wirklich aufregend, lehrreich, interessant und wunderschön. Manchmal aber auch anstrengend und fordernd, vorallem, wenn wir auf die Höhe und frühen Aufstehzeiten zurückblicken. :P
Wir haben sehr viel interessante nette Leute kennengelernt, die uns ein Stück auf unserer Reise begleitet haben. Viel gelacht, erlebt und genossen.
Nun ist es an der Zeit auch euch allen zu danken, die regelmäßig unseren Blog verfolgt haben. Von den Besucherzahlen waren wir wirklich beeindruckt!

Und zu guter letzt danken wir unseren Freunden und Familien, die uns immer auf dem laufenden gehalten haben, was so in der Heimat passiert. Es war wunderschön und wir freuen uns nun wieder bei euch zu sein!

Liebe Grüße und wir freuen uns schon, wenn Golzenbiels das nächste mal on Tour gehen - es gibt ja auch noch so viele schöne andere Ziele auf der Welt!

Markus und Aileen

 

Letzter Tag in Südamerika

24Juli2017

Heute stand also der letzte Tag unserer großen Reise an. Nach dem Aufstehen war also erstmal das endgültige Rucksackpacken für den Rückflug angesagt.

Nachdem das geschafft war, suchten wir uns in der Stadt ein schönes Café um zu frühstücken. Wir fanden ein wirklich nettes kleines Café, in dem wir einen Cappuccino tranken und ein sehr leckeres belegt und gebackenes Fladenbrot aßen. Außerdem führten wir ein sehr nettes Gespräch mit dem jungen Cafe Besitzer, der uns in die Techniken von Cold Brew Kaffee einweihte, was wir zuhause unbedingt mal ausprobieren müssen. Hierbei handelt es sich um das kalte auflösen von Kaffee, anstatt ihn mit kochendem Wasser aufzubrühen. Der Vorgang dauert wohl ca. 12 Stunden. Man benötigt also Zeit. ;)

Nach diesem guten Frühstück gingen wir um die Ecke und blieben bei einem Conditor hängen, der eine wirklich ansprechende Auslage präsentierte. Wir kamen nicht daran vorbei, ein Stück Schoko-Brownie-Kuchen mitzunehmen. ;)

Da wir heute keine größeren weiteren Pläne hatten, schlenderten wir einfach durch die Straßen und besuchten neben einigen weiteren Supermärkten einige Klamotten, Musik und Sportgeschäfte, um uns die Zeit zu vertreiben.

Als uns langsam der Hunger packte, überlegten wir uns, wo wir das Abschlussessen dieser wirklich schönen Reise stattfinden lassen wollen. Wir dachten, dass wir noch einmal traditionell peruianisch Essen gehen wollten. Und fanden einen wirklich schönen, etwas besseren Laden, bei dem wir uns noch einmal etwas Gönnen konnten.

Der Laden war sehr schön eingerichtet und hatte ein tolles Ambiente. Wir entschieden uns als Vorspeise für eine hausgemachte Brotauswahl und als Hauptgericht für das bereits einmal selbstgekochte Ajo de Gallina und das altbewährte Lomo Saltado. Beides war super lecker und von der Qualität echt gut gemacht.

Nach diesem gebührendem Abschluss, machten wir uns auch schon auf den Rückweg zur Unterkunft. Von dort wurden wir vom Unterkunftbesitzer persönlich, per Privatauto zum Flughafen gebracht, da er meinte, das bestellte Taxi könnte nicht.
Für uns war das ganze jedoch ganz nett, denn die Fahrt dauerte ziemlich genau eine Stunde und somit konnten wir uns noch nett mit ihm unterhalten. Wir erfuhren, dass seine Großeltern aus München stammten und er sogar im Besitz eines deutschen Passes ist, jedoch kein Wort deutsch sprechen kann.

Die Zeit am Flughafen verging schnell. Nachdem wir unsere letzten Soles in Kaffee und Donut investiert hatten, warteten wir die letzten Minuten noch am Gate und konnten dann schon in unseren Flieger nach Amsterdam einsteigen.

Miraflores und Barranco in Lima

23Juli2017

Nachdem wir heute ausgeschlafen hatten, frühstückten wir die frischen Maracujas die wir uns am Vortag gekauft hatten. Etwas gestärkt gingen wir Richtung Küste, wo es ein großes modernes Einkaufszentrum gibt. Hoch auf einer Klippe gelegen, wurde eine Art Einkaufsmall in den Berg gebaut. Schon auf dem Weg zur Mall merkte man, dass wir scheinbar in einer besseren Gegend in Lima untergekommen sind, da die Häuser, Autos und eben das Einkaufszentrum in Miraflores sehr schick und edel wirkten - kein Vergleich zu den Städten die wir zuvor i  Südamerika besucht hatten.

Wir stöberten ein wenig durch die Stores und kauften uns im sehr gut sortierten Supermarkt ein paar Empanadas, für ein zweites kleines Frühstück.

Nachdem wir hier im Winterschlussverkauf nichts passendes gefunden hatten, gingen wir weiter in den nächsten Stadtteil. Barranco sollte ein hippes, neues Viertel in Lima sein.

Die Häuser waren im Kolonialstil geprägt und recht bunt. Insgesamt konnte Barranco aber nicht mit Miraflores mithalten, weil es zwar nett aber auch etwas schäbig war.

Gegen Mittag gingen wir dann auf eine Art Kunstmarkt mit Essenständen und blieben an einem Sushi Stand hängen. Seit den guten vegetarischen Sushi in Arequipa, hatten wir tierisch Lust auf echte Sushi. Leider konnten diese aber nicht wirklich überzeugen. Der Reis war nicht fein abgeschmeckt und etwas pampig, außerdem konnte man leider nicht viel von den anderen Zutaten schmecken.

Nach dem Essen gingen wir wieder ans Meer, um entlang der Küste zurück nach Miraflores zu Wandern. Am Meer trafen sich einige Familien und auch einige Surfer, die in den eher leichten Wellen trainierten.

Bevor wir noch einmal in dem netten Lebensmittelmarkt von gestern vorbeischauten, gingen wir kurz zum Hostel, um uns bereits für den Rückflug morgen einzuchecken, etwas zu packen und kurz zu entspannen.
Danach ging es wieder in einen Lebensmittelmarkt, da wir uns vorgenommen hatten, heute noch einmal ein saftiges Steak in die Pfanne zu hauen und ein paar Mitbringsel zu kaufen.

Zu unserem letzten Prachtsteak in Südamerika gab es angebratenen grünen Spargel mit Tomate und frisches Baguette. Und zur Feier des Tages eine Flasche chilenischen Weißwein. Sehr lecker!

Als wir mir dem Festmahl durch waren, packte uns noch der Hunger auf ein Eis und wir gingen in den Kiosk um die Ecke.

Morgen ist dann leider auch schon der letzte Tag unserer Südamerikareise. Irgendwie schade, aber wir freuen uns auch schon sehr auf zu Hause!

Ballestas Inseln und Rückreise nach Lima

22Juli2017

Wieder einmal früh, um 6:10 Uhr klingelte der Wecker, denn wir wollten heute morgen nach Paracas fahren, um eine Bootstour zu den Ballestas Inseln zu machen. Mit etwas Verspätung kam unser Bulli erst um kurz nach 7 Uhr, danach traten wir die einstündige Fahrt an.

In Paracas angekommen, stiegen wir dann auch direkt aufs Boot und fuhren in den Wassernationalpark um die Inseln anzusehen. Wir bekamen allerhand Vögel, Seesterne und sogar ein paar Robben zu sehen, die sich in der Sonne räkelten. Die Tour dauerte ca 1,5 Stunden, blieb abgesehen von den Tieren aber eher higlightlos.

Wieder zurück in Paracas, hatten wir nun noch fast 3 Stunden Zeit, bis unser Bus nach Lima abfahren sollte. Da wir noch nichts gefrühstückt hatten, suchten wir uns erstmal eine geeignete Bar aus, um etwas zu Essen. Da wir nun an der Küste waren, hatte Aileen Lust auf Fisch bekommen und bestellte sich frittierten Fisch, der selbst nach Markus empfinden besser war als sein frittiertes Huhn.

Der Ort an sich war eher langweilig touristisch und so gingen wir die Promenade entlang, bis wir eine ansprechendere Bar fanden, um noch einen Kaffee zu trinken. Da man dort schön draußen sitzen konnte und die Bar Wi-Fi hatte, verbrachten wir dort über eine Stunde, bis wir uns auf zur Busstation machten.

Nach einer weiteren Stunde in der Sonne sitzen, kam dann auch der Bus und wir fuhren nach Lima.

Da uns unsere Unterkunft vorher bereits geschrieben hat, ob wir ein Taxi vom Busbahnhof benötigen, wurden wir vom Taxifahrer standesgemäß per Namensschild empfangen. Hatten wir so auch noch nicht. :D Hier ein Bild unseres peruianschen "Transporter". :P

Die Unterkunft ist sehr familiär und gemütlich gehalten. Kein wirkliches Hostel, sonder eher ein Privathaus, in dem einige Zimmer als Unterkunft vermietet werden. Der wirklich nette Besitzer erklärte uns kurz alles und dann gingen wir auch schon los, ein Restaurant suchen.

Leider scheint Lima essenstechnisch recht teuer zu sein und so fiel unsere Wahl wieder mal auf eine echt coole Burgerbar. Das Preis-Leistungsverhältnis passte da einfach am besten.

Das lustige war, dass man als Tischauflage ein großes Stück Altpapier bekommen hat und extra Wachsmalstifte mit auf dem Tisch standen. So wurden wir erst einmal kreativ bis die wirklich guten Burger kamen.

Nach dem Schmaus sind wir auf dem Rückweg noch in einen gut sortierten Lebensmittelmarkt gegangen, der echt schön gemacht war und wo es einiges zu entdecken gab. Wir kauften noch etwas Obst für morgen früh und gingen dann zurück zur Unterkunft.

 

Sommer in Hucachina!

21Juli2017

Heute morgen sind wir in unserem Hotel aufgewacht und haben das erste mal realisiert, dass wir eigentlich auf einer Baustelle wohnen. :D

Unser wirklich schönes Zimmer, scheint eines der wenigen bereits fertigen Zimmer im Hotel zu sein. Der Rest befindet sich noch mitten in der Bauphase, welches wir auch durch den dazugehörigen Baulärm feststellten. Wenn es hier mal fertig ist, scheint es aber ein wirklich schönes Hotel zu werden.

Da wir kein Frühstück mit inbegriffen haben, gingen wir dazu zum Nachbarhostel und genossen ein wirklich gutes Frühstück. Anschließend buchten wir noch eine Sand Buggee Tour inkl. Sandboarden für heute Nachmittag, sowie eine Bootstour zu den Isla Ballestas für morgen. Auf den Inseln soll es eine Vielzahl an Tieren und Vögeln inkl. Pinguinen geben.

Da unsere Sandtour heute erst um 16 Uhr startete, hatten wir noch genug Zeit den Pool des Hotels zu nutzen und ein wenig in der Sonne zu entspannen. Zum Glück haben die Bauarbeiter zu der Zeit auch eine Siesta eingelegt und wir konnten den Ausblick auf die gigantische Sanddüne vor uns genießen, die Markus später auch noch bekletterte.

Als uns der Hunger packte, gingen wir los, um eine recht große Pizza zu essen, um danach wieder an den Pool zurück zu kehren.

Kurz nach 16 Uhr startete dann unsere Buggee Tour durch die Wüste, mit ihren wirklich riesigen Sanddünen. Unser Buggee sah wirklich geil aus und wir bretterten über die Hügel und Dünen mit Vollspeed. Als wir einen Gipfel erreichten ging es auf einmal extrem steil ca. 100m in die Tiefe. Die Tour war wirklich wie Achterbahnfahren, ein echter Adrenalinkick! Nach ein paar Minuten stoppten wir, um auf dem Bauch liegend, auf Skateboards die Dünen herunter zu rutschen. Wir starteten mit kleinen Dünen und endeten mit einer wirklich großen. Hat mega Spaß gemacht!

Auf dem Rückweg stoppten wir noch einmal, um den Sonnenuntergang in der Wüste genießen zu können. Sowie ein weiteres Mal, um die Oase in der wir wohnen von oben zu betrachten. Die Tour hat sich wirklich gelohnt und war neben den Adrenalin Kicks auch noch echt schön.

Als wir zurück waren duschten wir erstmal ausgiebig, um den Sand abzukriegen. Wir waren wirklich paniert!
Danach gingen wir noch lecker essen und etwas trinken.

Morgen früh starten wir dann bereits um 6:30 Uhr in die letzte organisierte Tour unserer Reise, bevor wir am Nachmittag zur letzten Station Lima aufbrechen.

Organisation und Weiterreise nach Ica

20Juli2017

Nach einer Nacht im steinharten Bett, checkten wir direkt nach dem Aufstehen aus und machten uns mit Sack und Pack auf den Weg zu einem riesigen Einkaufszentrum, in dem es ein Cruz del Sur Schalter geben sollte. Als die Dame am Schalter uns mit dem Ticketumbuchen auch nicht weiterhelfen konnte, gingen wir erstmal amerikanisch Toast mit Ei frühstücken. Frisch gestärkt, erblickten wir auf der anderen Seite ein Nike Outlet, in dem wir eine gefühlte Ewigkeit verbrachten, da es das erste Mal nach 6,5 Wochen vernünftig aussehende Läden mit schönen Sachen gab. Weil alles total günstig war, kauften wir beide etwas und freuten uns, dass mal wieder etwas mehr Auswahl im Rucksack herrscht.

 

Danach fuhren wir mit dem Taxi zum Cruz del Sur Terminal, um unser abgelaufenes Busticket umzubuchen. Wir mussten eine Nummer ziehen und danach über eine halbe Stunde warten.

Zum Glück klappte dieses Mal aber alles ohne lange Diskussion und die Dame vom Schalter buchte uns in den nächsten Bus nach Ica und außerdem unsere Rückfahrt von Paracas nach Lima. Im chicen Bus mit Verpflegung und TV ging es dann 4 Stunden südwärts nach Ica, wo wir eigentlich schon zwei Tage vorher sein wollten.

Da wir zwischendrin leider kein Internet hatten, hatten wir auch keine Unterkunft. Mit dem Taxi fuhren wir nach Huacachina, wo wir mit Glück wieder einen richtig motivierten Taxifahrer hatten, der uns die besten Hostels empfehlen konnte.
Da wir relativ ausgehungert waren, gingen wir nach dem Einchecken direkt eine Pizza essen und danach auch schon ins Bett. Der Tag ging also eher für Organisation und Weiterreise drauf.

Schöne Zugabe in Arequipa!

19Juli2017

Da wir Arequipa eigentlich abgeschlossen hatten, hatten wir heute keine besonderen Termine geplant und schliefen erstmal die Anstrengungen der letzten 2 Tage aus. Danach genossen wir das abermals gute Frühstück auf der Dachterasse des Hostels.

Da wir noch keine free guided walking Tour in Arequipa gemacht hatten, erkundigten wir uns bei der Rezeption, wo und wann diese stattfinden soll. Da man uns die genauen Daten jedoch nicht sagen konnte, machten wir uns auf den Weg zur Tourismusinformation am Hauptplatz.

Als wir dort ankamen, war der Platz prall gefüllt, da mal wieder Demonstrationen für mehr Lohn der öffentlichen Berufe stattfanden. Wie wir später erfuhren, sind aktuell so viele Demos, da Ende Juli der Präsident über Neuerungen informieren will. Scheinbar versuchen sich alle Berufsgruppen noch einmal ins Gedächtnis zu bringen.

In der Tourismusinformation bekamen wir die Info, dass die Tour erst um 15 Uhr starten soll. Wir hatten also genug Zeit um noch andere Dinge zu Unternehmen.

Genau gegenüber unseres Hostels gab es ein großes Alpaka Kleidungsoutlet, inklusive kleinem Tierpark und Produktionsausstellung. Glücklicherweise startete bei unserer Ankunft auch gerade eine Tour, der wir uns anschlossen. Wir konnten die Alpakas füttern, die unfassbar weiche Wolle anfassen und bekamen einen kurzen Einblick in die Produktion, von der Wolle bis zum fertigen Textil.

 

Als wir mit der Führung durch waren, packte uns auch schon der Hunger und wir gingen wieder zu dem Burgerladen des gestrigen Abends. Der Burger überzeugte wieder voll und war sogar noch saftiger als am Vorabend.

Nun war es auch schon an der Zeit, zum Treffpunkt der Stadtführung zu gehen. Als wir dort ankamen, begrüßte uns der ältere Guide, der mal ganz anders als die sonstigen Guides wirkte, die meist Studenten waren. Die erste Skeptic legte sich aber schnell, denn der Guide war wirklich lustig und konnte die Tour in einem lockeren, fröhlichen und interessanten Rahmen zu wirklich schönen 2,5 Stunden machen.
Arequipa ist wirklich eine sehr schöne Stadt, in der wir heute doch noch einige, vorher nicht gekannte Ecken entdecken konnten.

Zu guter letzt, gingen wir noch in eine Kartoffelbar, die wir eigentlich schon vorher besuchen wollten. Leider konnte das Essen aber nicht wirklich überzeugen, sonder blieb eher bodenständig und ohne wirkliche Geschmackserlebnisse.

Da heute noch der Flug nach Lima anstand, holten wir danach unser Gepäck aus dem Hostel und fuhren per Taxi zum Flughafen. Der Taxifahrer, welcher ein Peruanischer Opa war, war wirklich Nett und wir unterhielten uns sehr sympathisch bis wir den Flughafen erreichten.

Nun sitzen wir auch schon im Flieger nach Lima, wo wir gegen 23 Uhr ankommen sollen. Morgen wollen wir uns dann per Bus, von Lima aus, wieder ein Stück runter Richtung Süden arbeiten. Das genaue Ziel entscheiden wir morgen spontan. ;)

Wunderschöner Tag mit Nachbeben!

18Juli2017

Der frühe Vogel...

Um 4:30 Uhr klingelte der Wecker und riss uns aus dem Tiefschlaf! Erstaunlicher Weise aber, haben wir in unserer Suite wirklich sehr gut geschlafen. Vielleicht lag das aber auch an der Erschöpfung des Vortages. ;)

Nun hieß es 2 Stunden lang Aufstieg und der hatte es wirklich in sich! Die Steigung war heftig, sodass wir in gerade mal 6km Strecke, 1020 Höhenmeter geschafft haben. Wir starteten im kompletter Finsternis und erlebten auf dem Weg dem Sonnenaufgang. Derweil passierten einem immer wieder Esel oder Pferdekolonnen, bei denen man aufpassen musste, nicht dem Abhang herunter geschmissen zu werden. Wir taten uns aber wirklich gut, sodass wir in einer 4er Gruppe als erstes den erlösenden Gipfel erreichen konnten.

Oben hatten wir dann ca. 1 Stunde Zeit, bis die letztem oben waren, um zu entspannen und die Aussicht zu genießen.

Als unsere Gruppe wieder komplett war, machten wir noch ein Gruppenfoto und gingen dann endlich etwas Frühstücken. Wir erwarteten nicht viel, wurden aber von Rührei überraschst. Eine echte Genugtuung nach all der Anstrengung.

Das Wandern hatten wir somit abgeschlossen, ab jetzt fuhren wir per Bulli zu dem verschiedenen Attraktionen und Aussichtspunkten.

Als erstes stand nach dem Frühstück ein entspannendes Bad in Vulkanisch aufgeheizten heißen Quellen an. Genau das richtige für die schmerzenden Muskeln. ;)

Danach erreichten wir den höchsten Punkt des Tages mit 4900 Höhenmetern Inkl. Blick auf einige Vulkane. Wir fuhren weiter zu einem Nationalpark mit Unmengen Alpakas, Vögeln und Vicunas (Anden Rehe) die in freier Wildbahn grasten.

Ein wirklich schöner Anblick war dann der letzte Aussichtspunkt, auf die über 1000 Jahre alten Terassenfelder, die zum Anbau allerart Gemüse genutzt werden. Ein wirklich harmonischer Anblick, der irgendwie eine ganz besondere Friedlichkeit ausstrahlt.

Von nun an ging es gut 2 Stunden auf direktem Wege zurück nach Arequipa und wir dachten, wir hätten für heute alles geschafft und müssten nur noch in den gebuchten Nachtbus steigen...

Aber da war ja noch was mit dem Erdbeben von gestern ;)

Als wir im Hostel ankamen um eigentlich nur unsere Rucksäcke abzuholen, erläuterte uns die nette Angestellte, dass das Erdbeben wohl doch nicht nur ein kurzer ruhiger Ruckler war.

Die Busse Richtung Norden fahren nicht, da das Beben der Stärke 6,4, die Straßen in den Gebirgen mit Geröll verschüttet haben.
Nun hatten wir also ein Problem. Da man das Busunternehmen telefonisch leider nicht erreichen konnte, mussten wir zum Busbahnhof um unser Ticket zu stornieren. Wir buchten noch schnell eine weitere Nacht im Hostel und machten uns per Taxi auf den Weg.
Dort angekommen, stand schon eine große Menschentraube um den Schalter des Unternehmens herum. Wir stellten uns also ca. eine halbe Stunde an, um dann zu erfahren, dass wer per Internet gebucht hat, sich an eine Mailadresse wenden soll.
Die Busse fahren bis Freitag nicht!

Ohne Erfolg fuhren wir also wieder per Taxi zurück in die Stadt.
Auf die Aufregung mussten wir erstmal was essen und kehrten in einer sehr leckeren Burger Bude ein. Derweil nutzten wir das WLAN um einen Flug für morgen nach Lima zu buchen, da wir nicht bis Freitag auf den Bus warten können.

Nach der Stärkung, gab es nur noch das bereits gebuchte Hotel für morgen zu stornieren. Hierbei setzten wir wieder auf die Hilfe der netten Hostel Angestellten, die telefonisch eine Stornierung, ohne Stornogebühren aushandeln konnte!

Nachdem wir noch die Storno Mail ans Busunternehmen geschickt haben, liegen wir nun fix und fertig im Bett. Das Gute an der ganzen Sache ist, wir sitzen nicht im Nachtbus, sondern können morgen ganz entspannt ausschlafen und freuen uns aufs gute Frühstück! :)

Bergab in den Colca Canyon

17Juli2017

Wir wurden heute zur unmenschlichen Zeit um 3h morgen abgeholt und sind dann drei Stunden nach Chivay gefahren, wo es "Frühstück" gab. Das war leider nicht wirklich gut, aber zum Glück hatten wir in Arequipa einiges an Obst gekauft, sodass wir für den Tag gut versorgt waren. Es war mit 3 Grad recht kalt, ein sehr sympathischer Thailänder unserer Gruppe beklagte sich hingegen sehr amüsant, dass er in seinem Leben noch nie so gefroren hätte.

Zunächst fuhren wir zum Colca Canyon und hielten an einer Schlucht, an der die bedrohten riesigen Condore flogen. Wir sahen leider nur ein paar aus der Nähe, die aber wirklich riesig waren.

Anschließen fuhren wir zum Gipfel des Canyons, von wo aus wir die 19km Tageswanderung mit über 2000m Höhenunterschied (Abstieg) starteten. Es ging zunächst nur runter, was aber trotzdem anstrengend war, weil die Steine recht locker waren. Der Weg war deshalb wirklich schwierig und man hatte kaum Gelegenheit die Landschaft zu genießen, weil man sich so konzentrieren musste.


Wie jedes Mal bei diesen Trips kamen wir nach 9km bei einem Einheimischen Haus an, wo es Mittag gab. Wie gewohnt gab es Quinoasuppe und Lomo Saltado mit Reis und Pommes aus eigenem Anbau, welches wirklich sehr gut war. Danach schliefen wir 30min im schönen Garten mit Avocado Baum und Huhn in der Sonne, bis uns unser übermotivierte Guide weiter scheuchte.

In der Schlucht angekommen, war es mittlerweile über 30 Grad, was nach den Tagen der Kälte super angenehm war. Wir kletterten über Bachläufe und 2 recht wacklige Hängebrücken und mussten einige Höhenmeter erklimmen, bis wir irgendwann nachmittags in einer Oase (Oasis de Sangalle) ankamen, in der unsere Unterkunft lag.

Zum Glück hatten wir einen Pool der etwas beheizt war, ansonsten war die Unterkunft aber absolut Basic, denn alle hatten eine kleine Lehmhütten mit einem luftigen Bambusdach. Da diese auch noch leicht verrottet aussieht, vermittelt das Ganze im dunklen eher den Eindruck eines Horrorfilms.

Nach einem erfrischenden Sprung in den Pool und einer Dusche, versammelten wir uns auf der Terrasse und warteten aufs Essen. Welches dann auch pünktlich um 19 Uhr serviert wurde. Vorspeise, ratet mal!? Genau Quinoasuppe!
Nach dem Essen und guten Gesprächen mit den Gruppenmitgliedern gingen wir dann auch früh ins Bett.

Morgen Klingelt der Wecker nämlich schon wieder um 4:30 Uhr, dann kämpfen wir uns den Canyon wieder hoch!

Kaum eingeschlafen wurden wir auch schon wieder geweckt. Es gab ein stärkeres Erdbeben im Meer vor Peru. Wir haben nur leichtes wackeln des Bettes und ein Grummeln vernommen, welches nur 10 Sekunden anhielt.

Rafting auf dem Rio Chili

16Juli2017

Da wir zu unserer Raftig tour erst um 11 abgeholt werden sollten, machten wir uns heute einen ganz entspannten Vormittag. Das sehr gute Frühstück im Hostel rundete diesen ab.

Pünktlich um 11 stand dann auch der Rafting Organisator vorm Hostel um uns abzuholen. Wir fuhren per Bulli ca. 20 Minuten in den Nachbarort um und das Equipment anzuziehen und dann weiter zum Fluss "Rio Chili".

Zusammen mit einem Polen namens Adam und einem Holländer, machten wir uns zu viert + Guide auf unsere Rafting Tour. Die Stromschnellen waren schon etwas kräftiger als beim letzten mal, jedoch hatten wir uns noch etwas extremeres vorgestellt. Der Fluss war eisig kalt und fühlte sich an wie frisch geschmolzen und Aileen durfte eine besondere Kälteprobe nehmen, da sie nämlich einmal aus dem Boot fiel und im eisigen Wasser landete. Zum Glück aber konnten wir sie schnell zurück ins Boot ziehen.

Nach gut einer Stunde war die Tour vorbei und wir machten uns auf nach Arequipa. Zurück im Hostel, buchten wir dann die geplante Tour für die nächsten 2 Tage. Wir wandern durch den Colca Canyon mit Übernachtung und werden deswegen auch morgen wieder kein Internet haben. Bericht folgt wie immer im Nachhinein. ;)

Nachdem wir auf der Dachterasse etwas entspannt und die Weiterfahrt Nacht Ica + Hostel gebucht haben, machten wir uns dann auf um in der Stadt etwas zu essen.

Beim Restaurant landeten wir heute einen echten Volltreffer. Ein feines Steakhaus hatte ein super Mittagsangebot mit 3-Gang Menü, für gerade mal 14€. Die Qualität war super und wir schlemmten vom Feinsten.

Nach dem Essen kauften wir noch Wasser und ein paar Snacks für die nächsten Tage und gingen dann zurück ins Hostel, um den Rucksack zu packen.

Da wir heute Nacht leider schon um 3 Uhr abgeholt werden, haben wir uns für ein frühes schlafen gehen entschieden. ;)

Wir melden uns wieder sobald möglich, der Bericht von morgen kommt dann höchstwahrscheinlich mit Verspätung.

Kulinarik in Arequipa

15Juli2017

Nachdem wir die ruckeligste und rasanteste Nachtfahrt bisher einigermaßen gut überstanden haben, setze uns der Taxifahrer morgens um 7h bei unserem gebuchten Hostel raus. Als wir jedoch einchecken wollten, klärte uns der Besitzer auf, dass es zwei Hostels mit dem selben Namen gab und wir mussten nochmal 500m weiterziehen. Dort angekommen, konnten wir leider noch nicht aufs Zimmer, deshalb machten wir uns nur auf dem Bad etwas frisch und gingen dann in die Stadt frühstücken.

 

Obwohl noch gar nichts auf den Straßen los war, gucken wir uns die Straßen und Kirchen an, bis wir wieder zurück zum Hostel gingen und uns auf der wirklich schönen Dachterasse mit Blick auf einen 6500m hohen Vulkan erholten. Um 10h durfen wir dann doch ins Zimmer, sodass wir endlich duschen und noch etwas schlummern konnten.

Da Arequipa für sein gutes und günstiges Essen bekannt ist, nutzen wir mittags die erste Gelegenheit und gingen leckerstes vegetarisches Sushi mit typisch peruianischen Zutaten essen.

Nach der Stärkung gingen wir zum Kloster Santa Catalina, einem riesigen Klosterkomplex in denen reiche Nonnen früher ein komplett isoliertes und viel besseres Parallelleben führten, als die Peruianer außerhalb der Mauern. Dementsprechend schick und gut erhalten war das Kloster auch und man konnte alle Räume betreten.

Nach diesem Exkurs, machten wir uns wieder die Mühe und verglichen die örtlichen Touranbietern, weil wir von hier aus noch zum Colca Canyon wollen. Weil das Wandern auf über 4000m für Markus noch zu anstrengend ist, buchten wir für morgen kurzfristig Rafting mit Stromschnellen der Stufe 3, was mit Sicherheit spannend wird.

Nach einer kurzen Pause im Hostel, gingen es abends zur Feier des Tages noch mal essen, denn wir sind heute genau 6 Wochen unterwegs! Darauf stießen wir dann, Aileen mit leckerem Rotwein und Markus mit einer Sprite weil er keinen Alkohol trinken darf, an und aßen in einem peruianischen Nudelrestaurant Tagiatelle mit Lomo Saltado, was - wie alles bisher in Peru - super lecker und gut gewürzt war. 

Letzter Tag in Cusco

14Juli2017

Heute stand nach dem deutlich besseren Frühstück mit Spiegelei und Fruchtsalat, als erstes der hoffentlich letzte Arztbesuch dieser Reise an.

Per Taxi haben wir uns zum Arzt bringen lassen und mussten zum Glück auch nicht so lange warten. Da Markus Gesicht schon fast wieder normal aussieht, konnte der Arzt den Zahn erstmal provisorisch bis zur Weiterbehandlung in Deutschland schließen. Hoffen wir, dass es das jetzt auch war. ;)

Nach dem Arztbesuch ließen wir uns wieder per Taxi zurück in Stadtzentrum bringen. Da wir einen kleinen Hunger verspürten, gingen wir zu einem Bäcker, der überraschend gut ausgestattet war.
Es gab neben gut aussehenden Broten und Baguette auch einige überbackene Spezialitäten.
Da Markus jedoch wegen des Antibiotikums auch keine Milch essen darf, gab es für ihn nur ein trockenes Brötchen, während Aileen eine leckeres, überbackenes Käse Pesto Gebäck verputzte.

Nach dieser Stärkung machten wir uns auf, einen nahegelegen Berg zu erklimmen, auf dem eine alte Inca Festung liegen soll. Als wir jedoch ein Viertel der Strecke geschafft hatten, kamen wir zu einem Ticket Schalter, der wirklich 36€ pro Person verlangt hat, was wir dankend ablehnten.
Beim Abstieg fiel uns eine Kirche mit Vorplatz auf, für welche wir uns dann entscheiden. Und die Entscheidung war wirklich gut. Man hatte eine höhere Lage mit Blick über die gesamte Stadt, inklusive Hauptplatz. Wir entspannten ein wenig, genossen den Ausblick und schossen ein paar Fotos.

Nach ein paar Minuten gingen wir wieder zurück ins Stadtzentrum, besichtigten noch ein zwei Läden und setzten uns auf den heute demonstrationsfreien Markplatz in die Sonne.

Da wir Cusco nach 5 Tagen nun doch ausgiebig kennen und uns nicht wirklich viel einfiel, was wir noch tun könnten, begann die Suche nach einem geeignetem Restaurant mit Peruanischer Küche. Wir gingen durch die nun langsam sehr bekannten Straßen und guckten auf einige Karten. Nur leider sagte uns nichts so richtig zu. Nach langer Überlegung und dem Wissen, dass Lima als kulinarisches Zentrum gilt, entschieden wir uns dann wirklich wieder für den überzeugenden Sandwichladen von gestern! :D
Und wir wurden mal wieder begeistert. Das Ding hat einfach zu 100% unseren Geschmack getroffen!

Nun hatten wir noch 4 Stunden bis zur heutigen Nachtfahrt, die wir im Hostel chillend, sowie in einem coolen Café verbrachten.

Danach ging es in den Nachtbus, der zu unserer Freude noch einmal der Klasse mit Liegesitzen wie in Argentinien entspricht. Die Nacht sollte also gerettet sein. :)

Lomo Sandwich in Hülle und Fülle

13Juli2017

Weil das Hostelpersonal super unfreundlich und das Frühstück peinlich schlecht war, haben wir heute nochmal für nur eine Nacht das Hostel gewechselt. Direkt zwei Häuser weiter haben wir ein nettes Haus gefunden, was uns deutlich besser gefallen hat.

Weil Markus vom Antibiotikum und den Schmerzmitteln wieder kaputt war, hat er sich nach dem Umzug wieder ins Bett gelegt, während Aileen einkaufen war und die Weiterreise nach Arequipa organisiert hat. Als sie mittags mit einem dicken Sandwich mit Lomo Saltado (Rindergeschnetzeltes in einer Paprika, Zwiebel, Weinsoße) und Pommes zurück kam, war Markus Freude riesig und die Schmerzen direkt verflogen.

Weil das peruianische Sandwich unnormal lecker war, gingen wir danach direkt nochmal zum Sandwichladen und teilten uns ein zweites Sandwich. Danach bummelten wir ein bisschen durch die Stadt und gingen noch in einem netten Café was trinken. Um noch etwas Zeit zu vertreiben, schlenderten wir noch über ein paar Touri- und Supermärkte, bis wir um 16:30h zum zweiten Zahnarzttermin gingen.

Dort mussten wir leider eine Stunde warten bis Markus endlich dran kam. Als wir reinkamen machte der Zahnarzt James Blunt Musik an, scheinbar um ihn ein bisschen zu entspannen. :D Heute wurde der Zahn erneut desinfiziert, die Kanäle geeinigt und das Loch mit Zement verschlossen. Morgen folgt nochmal die selbe Prozedur und danach haben wir bis Deutschland hoffentlich erstmal unsere Ruhe. Insgesamt ist die Schwellung bereits deutlich zurück gegangen und auch die Schmerzen sind so gut wie im Griff! Es sieht also gut aus.

Zurück sind wir dann bei Dunkelheit mit dem Taxi gefahren und wollten eigentlich eine landestypische Kleinigkeit essen gehen. Als wir jedoch wieder den Sandwichladen passierten, wurden wir erneut schwach und teilten uns das dritte unfassbar leckere Lomo Sandwich des Tages für gerade einmal 3€ (PanKratio - absolut empfehlenswert!). Zum Glück hatte das Personal zwischenzeitlich gewechselt, sonst wäre es uns etwas peinlich gewesen.

Nachdem wir essenstechnisch absolut zufrieden waren, organisierten wir im Hostel noch etwas die nächsten Tage und gingen dann schlafen.

Erlösender Arztbesuch

12Juli2017

Unser Hostel entpuppte sich leider nicht als das beste, da wir am Morgen kein warm Wasser hatten und das Frühstück auch eher lächerlich war. Weil Markus Gesicht aber noch weiter geschwollen war und nun auch sein Auge beginnt zu zu schwillen, gingen wir ungeduscht zum Zahnarzt.

Leider bekamen wir kein Taxi, da die gesamte Stadt auf Grund von Demonstrationen, von Lehrern die sich unterbezahlt fühlen, gesperrt war. Also mussten wir die insgesamt 3,6 km zu Fuß laufen, wobei fast alle Geschäfte auf Grund der Demo geschlossen hatten.
Durch Zufall fanden wir auf dem Weg zum eigentlichen Arzt ein Krankenhaus mit provisorischer Zahnarztpraxis, die wir dann ansteuerten.

Leider konnte der Arzt kaum englisch, sodass wir uns nur notdürftig verständigen konnten. Nach einer Röntgenaufnahme ohne jeglichen Bleischutz oder verlassen des Raumes durch den Arzt, entwickelte er die Bilder in einer winzigen Box selbst. Der Arzt teilte uns mit, dass die Wurzel entzündet ist und er den Zahn öffnen muss, damit der Eiter ablaufen kann.

 

Zum Glück hatten wir vorab mit Caro geschrieben, die uns die richtigen Medikamente mitteilte, sodass der Arzt direkt verstand, gegen welche Medikamente Markus allergisch war.

Danach begann die ca. einstündigen Behandlung, die der Arzt ohne jegliche Helfer durchfühte. Er quetschte so lange an der entzündeten Stelle rum, dass Markus fast verrückt wurde, bis er ihn endlich für heute in Ruhe lies.

Völlig erschöpft gingen wir danach zurück zum Hostel und besorgten auf dem Weg noch das Antibiotikum und Schmerzmittel.
Danach legte sich Markus ins Bett und schlief 2 Stunden durch. Glücklicherweise hat die Behandlung direkt geholfen, sodass es Markus mit den Schmerzmittel und dem deutlich geringerem Druck auf der Entzündung, nach dem Schlaf schon deutlich besser ging als die letzten Tage.

Als er wieder aufwachte, konnten wir zum Glück mit dem nun etwas wärmeren Wasser duschen. Da wir schon gestern kaum etwas gegessen hatten, gingen wir danach wieder zum guten Burgerladen in Cusco.

 

Nach der Stärkung schlenderten wir noch etwas durch die Straßen und gingen dann schon wieder zurück zum Hostel, um den Tag heute mal zur Entspannung zu nutzen.

Morgen steht erstmal nur Arztbesuch Nr. 2 auf der Agenda, mit der Hoffnung das Markus schnell wieder bei 100% ist.

Machu Picchu

11Juli2017

Leider haben sich Markus Zahnschmerzen über Nacht noch drastisch verschlimmert, sodass er unter Schmerzmittel nur wenige Stunden schlafen konnte. Eigentlich hätten wir heute direkt zum Arzt gehen müssen, allerdings gibt es in Machu Picchu Pueblo weder Ärzte, noch wären wir einfach woanders hingekommen, sodass wir heute den Machu Picchu besucht haben. Als wir um 4:30h aus dem Hotel kamen, zog sich die Schlange bereits 800m bis vor unsere Haustür und wir mussten insgesamt 1:10h warten, bis wir endlich mit dem Bus die Nebelumschleierten Bergketten hochfahren konnten.

Wir dachten zwar, dass wir viel zu spät dran waren, allerdings zog sich die Wanderung der anderen auf über zwei Stunden, sodass wir froh waren den bequemen Bus genommen zu haben. Auch am Machu Picchu Eingang standen wir wieder ewig an, bis wir endlich mit unserem Guide eintreten konnten. Obwohl wir ganz schön Zeit verloren hatten und den Sonnenaufgang definitiv verpasst haben, war die Landschaft absolut mystisch, da um die bewachsenen Bergketten sanfter Nebel hing, die Sonne langsam über die Berge kletterte und wir dazu das Dorf bestaunen konnten.

Unser Guide wies uns ingesamt zwei Stunden in die Inka Geschichte und die Mythen des Machu Picchus ein. Als das geschafft war, war es auch Markus und wir setzen uns erstmal hin, um zu frühstücken und Kräfte zu sammeln. Leider litt Markus den ganzen Tag unter höllischen Schmerzen, sodass er den Machu Picchu nicht so genießen konnte wie Aileen.

Anschließend erklommen wir noch den Sonneberg, von dem man die beste Aussicht auf das Dorf hat.

Auf Grund von Markus Gesundheitszustand entschieden wir uns auch auf dem Rückweg für den Bus, sodass wir wider Erwarten im Dorf noch Zeit hatten, uns eine Pizza zu gönnen. Danach machten wir uns auf, den 2 stündigen Rückweg entlang der Schienen zum Ort Hidroelektrika, von dem unser Bus zurück nach Cusco fuhr.

Nachdem wir und vor allem Markus den Rückweg gepackt hatte, fuhren wir den gesamten Weg der letzten Tage zurück und brauchten dafür ganze 6 Stunden. Da Markus unterwegs Fieber bekommen hat und die Schmerzen seiner Zähne nicht nachlassen, werden wir morgen früh in Cusco direkt zum Zahnarzt müssen. Nach Arztbesuchen in Thailand und Mexiko werden wir bei unserem Glück jetzt auch noch das peruanische Gesundheitssystem unter die Lupe nehmen - die Auslandskrankenversicherungen machen sich definitiv bezahlt!

Ziplining und Machu Picchu Pueblo

10Juli2017

Nach einem etwas spärlichen Frühstück und einigen komplett verkaterten Gruppenmitgliedern ging der Tag eher zäh los. Mit einem Bus fuhren wir zunächst eine Stunde zum nahegelegenen Zipline Park, in dem das heutige Abenteuer stattfinden sollte.

Entsprechend ausgerüstet ging es auf fünf verschiedenen Ziplines durch die Schluchten des Regenwaldes und wir konnten in unterschiedlichen Perspektiven einen atemberaubenden Ausblick erhaschen. So flogen wir kopfüber, auf dem Bauch liegend oder zu zweit, mit den über 1000m langen Ziplines, was richtig Spaß gemacht hat. Für den Nervenkitzel zwischendurch gab es noch eine freischwingende Brücke, die es zu überqueren galt.

Als auch diese Aktivität abgeschlossen war, fuhren wir weiter nach Hidroelektika, wo es Mittag gab, was nach dem dürftigen Frühstück auch wirklich nötig war. Auch hier verschnauften wir kurz, bis es zu Fuß knapp 3 Stunden entlang der Schienen des Machu Picchu Zugs Richtung Machu Picchu Puebla ging. Zwar meinte unser Guide, dass das Stück nicht sehr anstrengend sei, allerdings zog sich die Strecke bei der Hitze extrem, es gab überall Moskitos und man musste teilweise auf der Bahnschiene laufen, da der Weg so steinig und uneben war.

Als wir alle kaputt waren, kamen wir endlich und wieder ausgehungert bei unserem Hotel an. Die Dusche war eine Wohltat, nur leider hatte Markus wie schon den ganzen Tag mit Zahnschmerzen zu kämpfen und war dadurch sehr schlapp. Wir gingen trotzdem noch schnell auf den Markt, um uns mit Essen für den nächsten Tag einzudecken und ruhten uns danach auf dem Zimmer etwas aus. Abends ging es noch ein letztes Mal mit der Gruppe essen und wir wurden mit einigen Informationen für die Besteigung des Machu Picchus versorgt. Da Markus Zahnschmerzen immer schlimmer wurden, entschieden wir uns nicht wie die anderen um 4:20 1,5 Stunden zum Machu Picchu hoch zu wandern, sondern kaufen noch ein Ticket für den Bus, der nur 20min benötigt. Wir standen eine Stunde in der Schlange um Tickets zu kaufen, was uns eigentlich schon hätte verraten müssen, was uns am nächsten Morgen bevorsteht.

25km Wanderung mit 2.000 Höhenmetern

09Juli2017

Bereits um 6h trafen wir uns mit der Gruppe zum Frühstück, da eine 25km Wanderung mit 2.000 Höhenmetern vor uns lag. Leider waren wir typisch deutsch die einzig wirklich Pünktlichen, während die anderen die frühe Zeit etwas gelassener nahmen.

Nach einem wirklich ausgiebigen Frühstück mit Obst, Pancakes, Omelette, Brötchen und Säften ging die Wanderung durch den Dschungel los. Es ging immer wieder einige Höhenmeter hoch und wieder runter, zwischendurch stoppten wir an verschiendenen Pflanzen und unser wirklich guter Guide erklärte uns einiges dazu. Wir trafen auf Kokaplantagen, Bananenbäume, Kaffee, Kakao, Mangobäume und Ananasplanzen und kämpften uns immer ein Stück höher.

Nach gut drei Stunden machten wir Stopp bei einer lokalen Familie, die ihre eigens hergestellten Speisen und Getränke verkaufte. Während wir dort verschnauften, erklärte uns unser Guide die verschiedenen Lebensmittel Perus und wir konnten neben eigens hergestellter Schokolade auch verschieden Schnäpse und peruanische Getränke probieren.

Nach dieser Verschnaufpause ging es auf den härtesten Trek nämlich auf den Gipfel des Berges. Wir vermuten, dass wir durch die Höhe der letzten Wochen deutlich mehr rote Blutkörperchen bekommen haben, sodass wir etwas gedopt waren, da wir mit Abstand am fittesten den Berg hochkamen ohne wirklich kaputt zu sein. Oben angekommen wurden wir mit einem unfassbar beeindruckendem Panorama belohnt, den wir zum Glück einige Zeit genießen konnten.

Danach ging es gut 2 Stunden wieder abwärts bis wir ein kleines Lokal im Dschungel fanden, in dem wir super leckeres Mittagessen hatten. Im Anschluss daran hatten wir eine Stunde Verschnaufpause in Hängematten, die wir nach der Anstrengung am Morgen auch definitiv benötigen. Entspannt ging es danach weiter auf den letzten Trek, der von der Natur komplett anders aber ebenso beeindruckend war.

Nachdem wir über eine nicht wirklich vertrauenswürdige Brücke gingen und anschließend mit einer von den Einheimischen selbstgebauten Zipline mit Sitzkiste über den Fluss flogen, erreichten wir irgendwann die heißen Quellen.

Dort angekommen gab es vier verschiedene Becken, die durch einen inaktiven Vulkan erhitzt werden und unterschiedliche Temperaturen hatte. Nach den heutigen 25km Wanderung mit extremen Steigungen war das heiße Bad eine Wohltat vor allem für die Füße!

Nachdem wir uns entspannt hatten, ging es die letzten Meter zum Hostel, wo wir schnell duschen konnten und es danach zum Glück wieder essen gab.

Als wir gerade mit dem Essen fertig waren, war plötzlich Stromausfall in der gesamten Stadt, sodass wir mit Kerzen im Restaurant sitzen mussten. Mit der Gruppe spielten wir einige Trinkspiele und verdrückten dabei den ein oder anderen Inka-Tequila und Pisco Sour. Als vor allem die Amerikaner und unser Guide einen entsprechenden Pegel erreicht hatten, ging der Strom wieder und wir zogen weiter in die Disko, wo der ein oder andere komplett eskalierte.

Downhill & Water Rafting

08Juli2017

Überpünktlich, bereits im 7:15 Uhr, stand unser Tourguide vorm Hostel, um uns abzuholen. Da die vereinbarte Zeit eigentlich 7:30 Uhr war, waren wir gerade am frühstücken und schmissen uns die letzten Happen etwas gehetzt rein.

Wir gingen zu einem weiterem Hostel um den Rest unserer Gruppe (8 Amerikaner) einzusammeln. Gemeinsam stiegen wir in einen Bulli und fuhren Richtung Anden.

Nach rund 3 Stunden, inklusive kleiner Pause, erreichten wir den auf 4000m gelegene Startpunkt unserer Downhill Fahrradtour. Nachdem wir die hochwertige Schutzkleidung angelegt haben, die Räder passend eingestellt hatten und eine kurze Einweisung von unserem wirklich netten Guide bekommen hatten, startete unsere 10er Gruppe + Guide und Begleitfahrzeug auf die 2,5 stündige Abfahrt, an dessen Ende wir auf 1500m ankommen sollten.


Wir fuhren durch die fulminante Hochebene mit ihrem schneebedeckten Bergen und Haarnadelkurven und näherten uns immer weiter dem Jungelgebiet. Unterwegs trafen wir auf Lamas, Alpakas, Kühe und Schweine die frei herumliefen und manchmal fast vorm Fahrrad standen. Bei ungefähr der Hälfte der Tour machten wir Stop an einem wunderschönen Aussichtspunkt, an der Grenze des Hochgebirges zum Jungle.


Von nun an änderte sich die Natur deutlich und man fuhr die weiterhin steile Piste durch dicht bewaldetes Gebiet und durchquerte dabei einige Male einen Fluss der einfach über die Straße weiter floss. Da mit der geringeren Höhe auch die Temperatur stieg, war das Nasswerden von Fluss eine absolute Erfrischung.
Das ganze war mega schön, aufregend und dank der fehlenden Bergauffahrt auch noch ohne großen Kraftaufwand echter Spaß!

Nachdem wir uns im Tal unsere Ausrüstung entledigt hatten und die Räder verladen wurden, fuhren wir zu unsere Unterkunft für die erste Nacht. Wir rechneten mit nicht viel, da wir durch unsere Atacama Tour ja schon unsere Erfahrungen gemacht hatten, wurden aber absolut positiv überrascht. Wir bekamen ein sauberes, schönes Doppelzimmer mit TV, eigenem Bad und sogar WLAN, welches eher mäßig funktioniert. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben, gab es erstmal Mittagessen. Es gab nach einer leckeren Quinoasuppe, Hänchenschenkel mit Kartoffelsalat und Süßkartoffel, wirklich lecker! Derweil kam man auch mit der Gruppe mehr ins Gespräch und tauschte sich über die bisherigen Erfahrungen aus.

Nach dem Mittag hatten wir noch eine Dreiviertelstunde Zeit zum Entspannen, bis es weiter zum Raften ging.

Um 16 Uhr ging es los zum nahegelegen Fluss Rio Urubamba. Wir bekamen wieder die passende Ausrüstung, wurden zu je 6 Personen auf Boote verteilt und eingewiesen. Danach startete die Wildwasserfahrt mit einem wirklich lustigen Bootsführer, der alles dafür tat damit wir auch komplett durchnässt wurden. Wir durchkämpften einige Stromschnellen und drehten uns wie wild im reissenden Fluss. Dazu kam noch, dass die Berglandschaft die am Fluss mündete richtig schön war und wir gleichzeitig den Sonnenuntergang begutachten konnten.

Klitschnass stiegen wir nach 1,5 Stunden aus den Booten. Die Tour war anstrengend aber auch echt spaßig.

Danach ging es zurück zum Hostel, wo wir duschten und wieder sehr lecker und überraschend vielfältig zu Abend aßen.

 

Peruanischer Kochkurs

07Juli2017

Nach unserem Frühstück im Hostel haben wir uns nochmal ganz entspannt ins Bett gelegt und gewartet, bis unser Doppelzimmer für die nächste Nacht fertig war. Der Zimmerbezug zog sich allerdings extrem in die Länge, da wir eigentlich um 11h wechseln konnten - insgesamt mussten wir dann aber doch bis 11:40h warten, da die Belegschaft noch in Ruhe essen wollte.  Dadurch wurde es etwas stressig, rechtzeitig am Marktplatz zur Free Guided Walking Tour zu sein und vorher noch Wäsche weg zu bringen.

Mit etwas Hetze schafften wir es aber pünktlich. Das mit der Free Guided Walking Tour stellte sich allerdings schwieriger dar, da es keine richtig Gruppen gab sondern alle Guides alleine herumstanden und Leute angequatscht haben. Wir stellten uns zu einem Guide, der sagte dass er die Tour sofort startete, informierte uns aber 5min später dass es nur auf Spanisch ginge, sodass wir ablehnten.

Also klapperten wir auf eigene Faust die Attraktionen der Stadt ab, besuchten einen Kunstmarkt und gingen anschließend in ein Kaffeemuseum, das allerdings eher ein Inforaum war. In dem wirklich schönen Lokal tranken wir dann noch einen Kaffee und teilten uns eine Pommes, die hier wie alles bisher extrem lecker schmecken. Etwas gestärkt machten wir uns auf zum Supermarkt, wo wir ein paar Snacks und Wasser für die morgige Tour kauften und holten dann noch unsere Wäsche von der Wäscherei ab.

Zum Glück schafften wir alles pünktlich, denn um 15:30h starte das Highlight unseres heutigen Tages: ein peruanischer Kochkurs! Mit fünf Amerikanern startete der Kurs mit einem peruanischen Fruchttasting, in dem wir vier verschiedene exotische Früchte probierten.

Danach gingen wir die Zutatenliste von dem Nationalgetränk Pisco Sour (bzw. Pisco Maracuja), der Vorspeise Sopa de Quinoa, dem Hauptgericht Aji de Gallina und der Nachspeise Chocotejas durch und gingen gemeinsam mit unserem Koch auf den Markt San Pedro um alles einzukaufen. Auf dem einheimischen Essensmarkt erklärte er uns alle südamerikanischen Früchte, Gemüse, Superfoods und wir kauften an verschiedenen Ständen die Zutaten. Zu jedem neuartigen Essen wurden ein paar Tipps gegeben, wie man es am besten zubereitet, sodass sich unsere Lust zu kochen direkt steigerte.

Zurück im Kochstudio mixten wir den Pisco Maracuja, der wirklich super lecker war. Danach schnippelten wir los, kochten die Suppe, mischten die Soße für die Aji de Gallina und zauberten die kleinen Pralinen Chicotejas. Der Kurs hat wirklich super viel Spaß gemacht und wir konnten kaum erwarten, endlich zu essen. Bis auf die Suppe die etwas viel Korriander abbekommen hat, hat auch alles richtig gut geschmeckt und wir werden es auf jeden Fall zuhause nachkochen.

Zurück im Hostel angekommen packten wir noch schnell unseren Rucksack für die nächsten vier Tage und fielen dann erschöpft aber zufrieden ins Bett, damit wir morgen für die große Adventure Tour (auf der wir 3-4 Tage kein Internet haben) fit sind!

Wir melden und also erst Montag/Dienstag. Bis dann :)

 

Infotour in Cusco

06Juli2017

Nach ein paar Stunden Schlaf im Hostel 6-Bett Zimmer, gingen wir heute als erstes auf den nahegelegenen Markt "San Pedro". Hier gibt es alles Essbare, von frischen Saftständen, an denen wir als allererstes nicht vorbei kamen, über Fleischer, Blumen, Brot, Obst, Käse, Gewürze, und und und. Wir schlenderten durch die einzelnen Gänge, probierten hier und da und gingen anschließend zu einem traditionellen Essenstand einer peruanischen Mama und Frühstückten wieder einmal rustikal.

 

Danach machten wir uns auf Infotour durch die verschiedenen Reiseagenturen, um eine Tour zum Machu Picchu Dorf zu buchen. Hierbei wurde uns bewusst, wie unfassbar schön die Altstadt von Cusco mit ihren Parks und alten Gebäuden ist.

 

Die Suche nach unserer gewünschten sportlich aktiven Tour, erwies sich jedoch als eher schwierig. In manchen Agenturen konnten die Anwesenden nur sehr gebrochen Englisch, verlangten aber horrende Preise. In einer Weiteren stimmte zwar der Preis und die Beratung, als wir jedoch nach Erfahrungen im Internet schauten, wurde uns sehr von dem Anbieter abgeraten. Also guckten wir noch einmal auf TripAdvisor nach der bestbewerteten Agentur und steuerten diese an. Nach ausführlichem Beratungsgespräch entschieden wir uns dann auch mit gutem Gefühl für diese Agentur, da diese eindeutig den besten Eindruck machte.

Am Samstag starten wir dann also eine Viertagestour, mit Mountainbike, Rafting, Zipline, Wanderung durch den Jungle und zu guter letzt Machu Picchu, auf die wir uns sehr freuen!

Nun mussten wir noch genug Peruanische Soles besorgen, um die Tour zu bezahlen. Dies stellte sich als weiteres Abenteuer heraus, da nicht alle Banken unsere Karte annahmen und die anderen nur Winzbeträge ausgaben. Zu guter letzt konnten wir nach einigen Ehrenrunden durch die Innenstadt ca 75% des Betrages in Cash aufbringen und zahlten den Rest mit Aufschlag per Kreditkarte.

Nachdem wir das alles geregelt hatten, fanden wir ein wirklich gutes und modernes Burger und Steak Restaurant, bei dem wir uns sehr leckere Alpakaburger mit richtig geilen Fritten gönnten!

 

Gut gesättigt schlenderten wir zurück zum Hostel und ließen den Rest des Abends gemütlich im Hostel ausklingen.

Wandern auf der Sonneninsel

05Juli2017

Nach einer gar nicht so kalten Nacht, frühstückten wir heute morgen sehr einfach im Hostel und machten uns danach auf zum Hafen, um Fährtickets für die Rückreise nach Copacabana zu kaufen. Danach mussten wir all die zurückgelegten Stufen wieder hoch und legten per Treppenstufen insgesamt 200 Höhenmeter mit bestimmt 10-15 Verschnaufpausen ein.

Als wir es endlich geschafft hatten, wanderten wir heute mal wieder in der Mittagshitze Richtung Norden der Insel. Unterwegs sahen wir neben einem fantastischen Ausblick, einige Esel, Lamas, Alpakas, Schweine, Hühner und bolivianische Frauen, die uns wie jedes Mal nicht zurückgrüssten.

 

Irgendwann kamen wir an einer Grenze an, bei der uns ein Mann sagte, wir dürften nicht weitergehen, weil es Konflikte zwischen den Dörfern gäbe und der Wanderweg gesperrt sei. Also wanderten wir den Weg wieder zurück und gingen zum selben Restaurant mit dem genialen Ausblick wie am Vortag. Dort entspannten wir in der Sonne und aßen Quinoasuppe, Hähnchen mit Reis, Gemüse und Pommes und das Ganze für gerade einmal 4€. Mega lecker!

 

Die letzte Stunde vor Abfahrt nutzten wir noch, um den Gipfel der Isla del Sol zu erklimmen. Oben angekommen konnte man die Aussicht in alle Seiten genießen und die Ausmaße des Titicacasees wahrnehmen.

 

Danach gingen wir zurück zum Hafen, nahmen die unfassbar langsame Fähre nach Copacabana und hatten dort noch eine Stunde Zeit, in der wir unser Restgeld in leckeres Essen investierten.

 

Danach ging es in den Bus, der uns nach Cusco bringen sollte. Nachdem die Grenzposten geschafft waren, ging es auch los, wobei die Fahrt und die Leute viel chaotischer waren als zuvor. Erst nach ein paar Stunden und unzähligen Stopps, bei denen Leute von der Straße für kurze Zeit mitgenommen wurden (Erinnerung an Kuba), fanden wir auch ein paar Stunden Schlaf.

Gegen 5 Uhr kamen wir dann in Cusco an und fuhren per Taxi zu einem Hostel, welches wir als gut bewertet im Internet fanden. Zum Glück haben wir noch 2 Betten im Mehrbettzimmer bekommen und durften uns auch direkt hinlegen um etwas Schlaf nachzuholen.

Isla del Sol

04Juli2017

Heute morgen ging es uns schon direkt nach dem Aufstehen viel besser und auch das Frühstück schmeckte ohne flauen Magen!
Wir packten unsere Koffer, und checkten aus unserem Rehazentrum aus. Auf dem Weg ins Stadtzentrum buchten wir noch schnell den Bus nach Cusco für morgen Abend, sowie die Überfahrt zur Isla del Sol für 13:30 Uhr.
Nun hatten wir noch 2 Stunden Zeit, bis unser Boot ablegte. Also gingen wir in eine Bar mit Dachterasse und verbrachten dort die Zeit in der Sonne bei Kaffee und Tee.
Der Service der Bar war von Anfang an komplett durcheinander, welches sich gegen Ende auch auf uns auswirkte. Als wir nämlich 45 Minuten vor Abfahrt noch schnell eine Pommes und ein Burger bestellten, kamen die Pommes recht Zeitig. Der Burger aber trotz Nachfragen erst kurz vor knapp, so dass der gemütliche Snack eher in Stress ausartete.


Gerade noch rechtzeitig hetzten wir zum Ableger und betraten das Boot.
Die Überfahrt zur Isla del Sol verlief ruhig und nach ca. 1:20 Std. erreichten wir die idyllische Insel.


Da wir noch kein Hostel hatten, mussten wir erstmal eine Unterkunft suchen. Die Insel ist jedoch ein ca. 200m hoher Berg (3800m Seehöhe/4000m Insel), der auch direkt nach dem Hafen zu steigen beginnt. Und da wir die schweren Rucksäcke dabei hatten, waren wir sehr froh, von einem netten Hostel Besitzer zu einem Hostel in Hafenähe begleitet zu werden. Selbst die ca. 20m Aufstieg waren schon genug, um den Puls zum rasen zu bringen. Glücklicherweise enttäuschte das Zimmer nicht und wir können für gerade mal 20€ im sehr sauberen Doppelzimmer, mit eigenem Bad, direkt am Hafen nächtigen.


Nachdem wir unser Gepäck losgeworden sind, machten wir uns dann auf die Wanderung zur Südseite der Insel auf. Da der Wanderweg ziemlich hoch liegt, mussten wir also noch einen kräftigen Aufstieg hinter uns bringen, der uns zu einigen Pausen zwang.

Oben angekommen wurden wir von einem Super Ausblick auf den Titicacasee belohnt, der sich rings um die Südspitze noch verbesserte.

Auf dem Rückweg sind wir dann in einem Restaurant mit wahnsinnigem Ausblick eingekehrt und haben uns mal wieder eine Pizza geteilt. Dort blieben wir auch bis zum Sonnenuntergang und gingen dann, vorbei an einigen Esel Kolonnen, zurück zum Hostel.

Morgen steht dann die längere Wanderung bis zur Nordspitze der Insel auf dem Programm, bevor wir Abends noch die Nachtfahrt nach Cusco antreten. Mit Cusco erreichen wir dann auch schon das letzten Land unserer Reise, Peru! In dem wir dann noch 2,5 Wochen Restreisezeit haben.

Regeneration 2. Tag

03Juli2017

Nachdem wir gestern das Zimmer nach Ankunft nicht mehr verlassen haben, trauten wir uns heute morgen mal heraus. Wir wurden von einem wirklich gutem Frühstück im Hotel überrascht, das lecker war, man aber auch sofort wieder im noch flauen Magen merkte. Wir stellten schnell fest, dass es und zwar schon viel besser geht, wir aber noch nicht soweit sind, wieder den ganzen Tag durch die Gegend zu laufen. Also entschieden wir uns im Hotel noch eine Nacht zu verlängern und einen weiteren Regenerationstag einzulegen.

Nach ein zwei weiteren Stunden im Bett, gingen wir das erste Mal ins Dorfzentrum und an den Hafen des Sees. Beides ist nicht wirklich schön, sondern dient eher als Ausgangspunkt für die Isla del Sol, die wir morgen ansteuern wollen. 

Wir suchten uns ein Café und saßen eine Stunde gemütlich in der Sonne. Auf dem Rückweg zum Hotel erkundigten wir uns noch schnell nach den Buspreisen für die Weiterreise nach Cusco und legten uns dann wieder bis zum Abend ins Bett.

Da wir noch etwas vernünftiges Essen wollten, gingen wir Abends nochmal ins Zentrum und teilten uns eine Pizza, die auch zum Glück drin blieb. 

Morgen wollen wir dann unseren Reiseplan fortsetzen und auf die Isla del Sol übersetzen.

Krank am Titicacasee

02Juli2017

Nachdem wir gestern entweder etwas falsches gegessen hatten oder doch noch die Höhenkrankheit bekommen haben, hing Aileen den kompletten Abend vor der Kloschüssel und Markus stieg in der Nacht ein und erbrach ebenfalls. Dementsprechend kaputt waren wir am nächsten Morgen, denn wir schleppten uns mit letzter Kraft zum gebuchten Bus nach Copacabana. Zum Glück wurden wir direkt vom Hostel abgeholt und konnten einigermaßen schlafen, sodass wir drei Stunden später an einem Bootssteg am Titicacasee ankamen.

 

Hier mussten wir aussteigen, um mit einem kleinen Boot auf die andere Seite des Titicacasees zu fahren. Leider war die Fahrt sehr schaukelig, sodass wir es in unserem Gesundheitszustand nur mit Mühe schafften, nicht zu erbrechen.

Drüben angekommen, fuhren wir mit dem Bus eine Stunde weiter nach Copacabana, wo wir zum Glück morgens noch schnell ein Zimmer mit Heizung, WLAN und TV gebucht hatten. Da wir den ganzen Tag unglaublich schlapp waren, haben wir seit 13h nichts anderes gemacht, als im Bett zu vegetieren, und das Confedcup Finale zu gucken.

 

Wir hoffen, dass es uns morgen besser geht und wir wie geplant auf die Isla del Sol übersetzen können.

Per Seilbahn über La Paz

01Juli2017

Heute Morgen stand erstmal ausschlafen auf dem Programm! Nach all den frühen Weckern der letzten Tage, war das auch mal wieder bitter nötig. Die Party von gestern Abend wirkte auch noch etwas nach und so schliefen wir erstmal bis 10 Uhr, gingen dann gemütlich um 11 Uhr zum Frühstück hoch und starteten ganz entspannt in den Tag.

Da wir uns gerne die Stadt von den Bergen aus angucken wollten, entschieden wir uns eine Seilbahntour zu buchen, die um 15 Uhr starten sollte. Somit hatten wir noch gut 3 Stunden Zeit, um noch einmal durch die Straßen zu schlendern und allerhand Souvenires zu kaufen. Vor dem Rückweg haben wir noch schnell in einem Bistro Spagetti und Pommes gegessen und sind dann zurück zum Hostel, um pünktlich zur Tour da zu sein.

Die Tour startete am selben Treffpunkt wie schon gestern und wir fuhren erstmal mit der 7 köpfigen Gruppe per Bus zur ersten Seilbahnstation.

Von da aus ging es Bergauf zur Nachbarstadt El Alto, die früher mal ein Stadteil von La Paz gewesen ist, sich aber für unabhägig erklärt hat. Wir gingen ca. 1 km zu einem Aussichtspunkt und durchquerten dabei wieder einen Hexenmarkt, der dieses mal aber auch wirklich nur dem Zweck der abergläubischen Rituale diente und nicht eine Touristraße war.

Am Aussichtspunkt angekommen, hatten wir einen phantastischen Blick über das sich ins Tal ziehende La Paz.

Danach gingen wir zur nächsten Bus Station, um per Kollektivo zu einer anderen Seilbahnlinie zu fahren, die uns wieder bergab und quer über die gesamte Stadt fliegen lies. Wir passierten ein Fußballstadion, das Haus des Presidenten und die Villen der Reichenviertel im Süden der Stadt.

Am Ende der fahrt stiegen wir wieder in einen Kollektivo um und ließen uns zum Hostel zurück bringen.

Leider war Aileen schon wärend der Tour etwas schlecht geworden, welches im Hostel noch schlimmer wurde.
Sie legte sich also dierekt ins Bett und Markus ging in der Hostelbar noch etwas essen, verfasste dieses Schriftstück und ging dann auch ins Bett, da wir morgen bereits wieder um 6 aufstehen müssen um per Bus zum Titicacasee zu fahren.

Flug, La Paz und Party!

30Juni2017

Der frühe Wecker verfolgt und jetzt schon etwas länger, denn heute mussten wir um 6:30h aufstehen, um unseren Flug nach La Paz zu bekommen. Das Flughafengebäude war winzig, da nur eine Airline dort fliegt. Wir gönnten uns noch einen schnellen Kaffee und Kekse, bis wir in die fast leere Maschine Richtung La Paz, der höchstgelegenen Stadt der Welt, einstiegen.

Der Flug dauerte nur 30min und wir sparten uns dadurch eine 13-stündige Nachtfahrt im eiskalten Bus bei komplett unbefestigten Straßen. Wir dachten zwar erst, dass La Paz wärmer ist weil es weiter nördlich liegt, allerdings liegt die 1,1 Mio große Andenstadt wieder auf 4.000m, sodass wir uns noch etwas gedulden müssen, endlich wieder sommerliche Temperaturen zu haben.

In La Paz angekommen fuhren wir mit dem Taxi in unser Hostelhochhaus mit genialem Ausblick auf die Stadt. In der hosteleigenen Skybar gönnten wir uns erstmal ein Frühstück, da wir erst eine Stunde später einchecken konnten. Als das Zimmer soweit war, wurden wir mit einem Hotelähnlichem Zimmer empfangen, es gibt gratis Kaffee, Tee, Heizung und Wärmflaschen, sodass wir spontan eine Nacht in La Paz verlängert haben.

Nachdem wir uns etwas entspannt und die Berichte der letzten Tage fertiggestellt hatten, erkundigten wir uns über mögliche Aktivitäten im Reisebüro des Hostels. Wir meldeten uns kurzerhand für eine Free Guided Walking Tour am Nachmittag an, gingen Wasser kaufen und suchten eine Wäscherei, bis die Tour begann. 

Zwar wurden wir mehrfach vor La Paz, als mit eine der gefährlichen Städte der Welt, gewahnt, allerdings sehen die kleinen Leute so harmlos und freundlich aus, dass man das gar nicht glauben kann. Wir starten an einer sehr skurillen Kirche, die die Inka für die Franziskaner bauen mumstemple und somit auf der Außenfassade überall Wein, Kokakauende Männer und die gebärende Mutter Natur abgebildet war, die gerade eine Blume zur Welt brachte. Weiter ging es auf den Hexenmarkt, auf dem Lamaföten verkauft werden, da diese zusammen mit Seife und Zigaretten verbrannt werden, bevor die Bolivianer beispielsweise ein Haus bauen.

Als wir den skurrilen Markt verlassen haben, ging es weiter zum Gefängnis San Pedro, dass das kriminellste Gefängnis der Stadt ist, da es nur außerhalb Polizeischutz gibt und innerhalb des Gefängnis eine ganz eigene Stadt mit eigener Wirtschaft herrscht, die die Insassen selbst organisieren.

Danach ging es in den spanischen Teil der Stadt, in dem das Regierungsviertel ist. Auch dieser Teil war sehr interessant, da der Guide über die politische Situation berichtet hat, die noch absolut rückständig, korrupt und angsteinflössend ist, da das Land damit rechnet 2020 wieder diktatorisch regiert zu werden.

Auf dem Rückweg machten wir noch halt auf einem lokalen Essensmarkt und tranken einen Smoothie mit Obst unserer Wahl für unter 1€.

Zurück im Hostel aßen wir noch in der Skybar etwas und kamen mit einem sehr netten - wie sich später rausstellte trinkfreudigem - neuseeländischen Pärchen ins Gespräch. Am Abend feierte das Hostel 12-jähriges Bestehen und schmiss eine dicke Party mit Happy Hour, Bierpong und DJ, sodass wir ordentlich feierten.

Salar de Uyuni

29Juni2017

Nachdem die Nacht zwar wieder verdammt kalt aber mit genug Decken übereinander und zu zweit in einem Bett aushaltbar war, mussten wir um 5:30h aufstehen um rechtzeitig den Sonnenaufgang in der Salzwüste Uyuni zu sehen. Als unser Gepäck wieder auf dem Dach verstaut war, fuhren wir eine Stunde bis wir die Salzwüste erreichten. Dort ankommen stiegen wir zunächst aus, um den Sonnenaufgang zu bestaunen, weil es aber so kalt war (3650m ü. N.N.) schauten wir uns das Finale aus dem beheizten Auto an.

Danach fuhren wir weiter zur Insel Incahuasi eine kleine Insel aus versteinerten Korallen mitten in der Salzwüste. Die heutige Salzwüste war vor 10.000 Jahren ein 10.000qm großer See, der heute allerdings so ausgetrocknet ist, dass der komplette Boden mit einer dicken Salzschicht bedeckt ist. Auf der Insel hatten wir einen fantastischen Ausblick auf die Salzwüste und konnten die riesigen uralten Kakteen (teilweise 1.200 Jahre) bestaunen, die im Jahr auf Grund der Kälte nur 1cm wachsen. Als wir wieder unten ankommen sind, hatte unser Fahrer Frühstück vorbereitet und wir konnten uns bei Heissgetränken wieder aufwärmen.

Weiter ging es mit Vollspeed durch die komplett weiße Salzwüste, zu einem Punkt, wo wir die obligatorischen Uyuni-Perspektivbilder machen konnten. Dies war allerdings gar nicht so einfach wie es aussieht und unserer Fahrer bot irgendwann seine Hilfe an - wie sich hinterher beim begutachten der Bilder herausstellte, war er allerdings alles andere als begabt und die Bilder waren super schlecht. Nachdem wir gut eine Stunde auf dem Boden rumgekrochen, herumgesprungen und getanzt haben, fuhren wir zu einem Salzhotel und einem Flaggenplatz, wo jedes Jahr die Really Dakar stattfindet. Dort haben wir dann heimlich nochmal ein Uyuni-Video gedreht, da unser Fahrer die vorherigen Videos absolut verpatzt hatte.

Als das perfekte Video im Kasten war, fuhren wir weiter durch die weiten der Wüste und erreichten irgendwann einen bolivianischen Tourimarkt, wo wir ganze 30min Zeit hatten, einkaufen zu gehen. Da es aber exakt dieselben Sachen wie zuvor in Chile gab, saßen wir eher im Auto und warteten auf die Weiterfahrt zum Zugfriedhof. Dieser entpuppte sich eher als Spielplatz für erwachsene Männer, sodass die Jungs über die Wagons kletterten und sich überall reinsetzen.

Als der letzte Stopp der 3-Tages-Tour geschafft war, fuhren wir ins Zentrum von Uyuni wo die Tour mit einem Mittagsbuffet endete. Als wir uns von den anderen Gruppen und unserem Guide verabschiedet hatten, machten wir uns mit Andy und Laura auf die Suche nach einer Unterkunft, wobei die oberste Prämisse für uns eine Heizung war. Wir schauten uns drei verschiedene Hostels/Hotels an und fanden zum Schluss ein Vierbettzimmer, das luxuriöserweise die komplette Nacht eine Heizung und warmes Wasser hatte. Wir nutzen die Zeit im Hotel um zu duschen, das Internet zu nutzen und machten ein Nickerchen bis wir uns abends um 17h wieder mit dem belgischen Pärchen zum Abendessen trafen. In einem sehr typisch bolivianischen Laden aßen wir Lamasteak mit Quinoa und tranken Quinoabier, das allerdings nur Aileen mochte. Wir tranken noch ein paar Biere, bis sich die Belgier zum Flughafen verabschiedeten.

Nach einer kurzen Partie Wizzard zogen wir weiter in den "Extrem Fun Pub", wo wir die Happy Hour nutzen einen bolivianischen Mojito mit Cocablättern statt Minze zu probieren. Da ein Cocktail bei der Höhe bereits ausreichte, gingen wir danach zum Hotel und freuten uns unseres Lebens ein beheiztes Zimmer und warmes Bett zu haben.

Eiskalter Morgen, sonniger Tag!

28Juni2017

Die Nacht wurde bitter kalt! Obwohl wir drei Pullover übereinander trugen, im Schlafsack lagen und alles was es an Decken gab über uns gelegt hatten, froren wir die ganze Nacht.
Auch die Höhe machte sich bemerkbar, da einem das Atmen sehr schwer fiel und man mit einem ganz schön dicken Kopf aufwachte. Da unser Wecker schon um 5:00 Uhr klingelte, damit wir die Geysire beim Sonnenaufgang bestaunen konnten, war auch in den ersten Stunden des Tages nicht viel mit Wärme.


Noch vor dem Frühstück quälten wir uns also wieder in unseren tiefgefroren Toyota und fuhren quer durch die Wüste zu den Geysiren. Dort angekommen ging langsam die Sonne auf, und man sah ein ganzes Feld voll sprügelnden Geysiren, die ihre Wasserdampfsäulen ausspeiten. Der Anblick war wirklich überragend, nur die noch immer anhaltende Kälte und der Schwefelgeruch machten das ganze zu keiner leichten Sache.


Zurück im Hostel gab es dann erstmal heiße Getränke und Frühstück, das wir auch bitter nötig hatten. Den noch immer anhaltenden Kopfschmerz probierten wir mit Koka Blättern im Tee zu bekämpfen, was nur mäßig gelang.
Mit den warmen Getränken im Bauch starteten wir dann auf die Tour des zweiten Tages. Da die Sonne nun bereits vollständig aufgegangen war, konnten wir auch endlich wieder Wärme spüren und die Kälte aus dem Körper treiben.

Der erste Spot war heute die Laguna Colorada, eine pinke Lagune aufgrund von Algen im Wasser. Der Ort war sehr schön und verleitete uns zu einem Fotoexperiment, bei dem die eigentliche Idee war Aileen auf Markus Schultern zu fotografieren. Scheinbar waren aber noch nicht alle Muskeln und Gehirnzellen wieder aufgetaut und somit ging der Balanceakt vollkommen in die Hose, bzw. auf Aileens Rücken. Zum Glück ist aber nichts weiter passiert und man konnte nachdem man das Foto des Dramas gefunden hatte ordentlich drüber lachen.

Auf der anderen Seite des Hügels fanden wir dann noch einige Lamas und Alpakas die bunt geschmückt am See grasten.

Nach etwas längerer Farht kamen wir dann zum Mittagessen in einem kleinen Dörfchen namens Villa de Mar an. Der Ort hat aber so wenig mit Meer, geschweige denn Wasser zu tun, dass der Name eigentlich nur als Ironie verstanden werden kann.
Die Pause und das Mittagessen in der Sonne half uns aber endgültig die Schwere der Nacht abzulegen und auch der Kopfschmerz verging langsam.


Nach der Pause fuhren wir zu einer weiteren Lagune, die Mysterial heißt und in einer sagenhaften Felslandschaft liegt. Dieser Ort war wirklich wunderschön und wir lagen fast eine Stunde nur in der Sonne, kletterten über die Felsen und genossen einfach den Augenblick.


Als letzter Stop vor dem zweiten Hostel, fuhren wir noch zu einem Canyon, der aufgrund des sich durchschlängelnden Flusses Anaconda heißt.

Danach ging es auch schon zum zweiten Hostel, welches dieses mal zu großen Teilen aus Salzbestand. Inklusive Hocker, Tisch und sogar der Betten. Insgesamt war das Hostel auch viel besser als das erste, welches nur eine Baracke war allerdings hatten wir es etwas wärmer erwartet, was leider nicht eintrat.
Nachdem die Jungs etwas durch den verschlafenen Ort geschlendert sind, um ohne Erfolg nach einem Fußball oder kickenden Kindern zu suchen, duschten wir erstmal Heiß, tranken Tee, und versammelten uns dann unter dem Heizpilz. Später gab es dann Abendessen und in großer Runde Wizzard.


Danach ging es ins 90cm Bett, das wir uns teilten um mehr Wärme zu erzeugen.

Erfrieren in der bolivianischen Wüste

27Juni2017

Wir wurden heute morgen tatsächlich um 5h abgeholt und sind dann 4 Stunden zu einer weiteren Grenze gefahren, da die nahe Grenze zu San Pedro immer noch aufgrund von Schnee geschlossen war. Als wir dort ankamen, befanden wir uns wieder auf über 4.000m, sodass man sich erstmal wieder akklimatisieren musste. Nachdem wir die chilenischen Ausreisestempel hatten, fuhren wir weiter zur bolivianischen Grenze die nicht mehr als ein kleiner Holzstand war. Dort bekamen wir dann auch wieder unser Frühstück und verteilten uns zu den verschiedenen 4x4 Wheelers. Wir hatten Glück und zu unserer vertrauten Deutsch-Englischen Gruppe kam noch ein super nettes belgisches Pärchen.

Als unser Gepäck auf dem Dach verstaut war, fuhren wir zunächst zu einer Lagune, wo wir den ersten Schnee auf den Bergen sehen konnten.

Als wir cross country weiter fuhren, erreichten wir irgendwann eine weitere Lagune in der unzählige Flamingos waren. Das Panorama war absolut beeindruckend und wir waren etwas überrascht, dass die Flamingos in der Höhe und bei der Kälte überhaupt überleben können. Als wir die Lagune von allen Seiten begutachten konnten, gab es bereits Mittagessen das überraschend gut war. Dort kamen wir das erste mal mit bolivianischen Toiletten in Kontakt, die unfassbar ekelig waren und man sie nur benutzen konnte, wenn man vorher draußen Luft schnappte.

Als wir weiter fuhren, wurde uns allmählich bewusst, dass der Schnee doch höher war als gedacht. Da unser Fahrer Nelson scheinbar auch nicht so viel Schnee gewohnt war, blieben wir anfangs gelegentlich im Schnee stecken. Erst war das auch noch ganz witzig, da die Jungs anschieben mussten um weiterzukommen. Irgendwann blieben wir allerdings alle 2min stecken, da unser Fahrer scheinbar gar nicht schalten konnte und auch beim rausfahren aus dem Schnee alles falsch machte. All die anderen Fahrer hielten zunächst auch an und halfen beim ausbuddeln, allerdings wurde es irgendwann wirklich nervig. Als es dann langsam dunkel wurde und man fast nichts mehr sehen konnte wurde unser Fahrer spürbar nervös aber nicht langsamer, sodass wir das ein oder andere mal fast mit dem SUV umkippten, was wirklich nicht lustig war.

Als wir kurz vor einem letzten haarschafen Umkippen unsere Unterkunft in der Wüste erreichten, waren wir froh, unbeschadet den Tag überlebt zu haben. Durchgefroren vom Tag bekamen wir Tee und kurz danach Spaghetti mit Tomaten. Uns war zwar bewusst, dass die Nacht bitterkalt werden sollte, wie kalt sich -15 Grad aber wirklich anfühlen, wurde uns in der Nacht trotz Schlafsack und 5 decken erst bewusst. Wir schliefen in allem was wir auch am Tag trugen und bibberten trotzdem durch die Nacht.

Nachsitzen in Atacama

26Juni2017

Der Tag hätte so schön werden können, wenn alles nach Plan gelaufen wäre. Wir wurden morgens um 8h beim Hostel abgeholt um genau einmal um die Ecke der Straße zu fahren, wo uns gesagt wurde, dass wir auf die chilenischen Behörden warten, die uns den Ausreisestempel geben wollen. In der Zwischenzeit wurde ein reichhaltiges Frühstück vorbereitet und wir aßen uns satt.

Danach begann die Zeit des Wartens und ohne richtige Informationen wurde es 12h und wir standen immer noch am selben Platz. Das Problem war, dass die bolivianischen Grenzbehörden die Grenze nach Bolivien nicht öffneten - zwischenzeitlich hieß es wegen Schnee, dann wegen einem Sandsturm, politischem Streit zwischen Bolivien und Chile und zum Schluss "There is no reason!". Warum auch immer die Grenze geschlossen war, bedeutete dies für uns, dass wir nach 4 Stunden warten schlussendlich wieder auspackten und zurück zum Hostel gingen, um eine weitere Nacht zu bleiben. Da wir dummerweise erstmals Flüge und Unterkünfte für Bolivien im Voraus gebucht hatten (das Internet soll dort sehr schlecht sein), waren wir ganz schön stinkig und genervt und versuchten erstmal alles zu stornieren.

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten gingen wir vier in die Stadt, um mit dem Tourguide das weitere Vorgehen zu klären - da dieser auch keine Infos hatte, wurden wir auf den Abend vertröstet. Wir versuchten dann noch fast eine Stunde mit dem bolivianischen Guide unsere Flugairline zu erreichen, kamen aber weder per Telefon durch, noch konnten wir eine E-Mail schicken, da das Postfach der Airline voll war. :D

Danach entschieden wir uns erstmal zu essen und hatten ein Hähnchen-BBQ mit Chips und chilenischem Rotewein. Da die Portion zwar super lecker aber überschaulich war, tranken wir im gegenüberliegenden Café noch einen Eiskaffee. Nachdem wir neues Geld geholt hatten, gingen die Mädels für den Abend einkaufen und die Jungs nutzen die Gelegenheit die etwas verwucherten Frisuren wieder in Schuss zu bekommen und besuchten den Frisör. Während Markus "typisch deutsch" seine genauen Mase zu allen Seiten kannte, ließ der Engländer sich überraschen und erhielt einen sehr englischen Oxford Schnitt, mit dem er die Queen direkt rum gekriegt hätte! (Er war nicht sehr begeistert, fand es aber lustig)

Zurück im Hostel versuchten wir weitere 1,5 Stunden die Airline zu kontaktieren und hatten Glück, dass Laura schlussendlich mit ihrem Skypeaccount eine spanisch sprechende Person erreichte. Mit Translator, Wörterbuch und spanglisch gelang es uns den Flug kostenfrei um einen Tag zu verschieben und wir spendierten zum Dank unseren argentinischen Wein aus Salta, den wir genüsslich tranken.

Abends liefen die Jungs trotz heftigem Sturm noch einmal zum Travelagent, um die Infos für die morgige Tour zu holen während die Mädels Spaghetti Cabonara vorbereiteten. Den Abend ließen wir dann bei Wein, Tee und Wizzard vorm Kamin ausklingen und starten morgen schon um 5h in einen zweiten Versuch die Grenze nach Bolivien zu überqueren. 

Erholung vor der Wüstentour

25Juni2017

Statt einer Tour haben wir heute den entspanntesten Tag unserer Reise gehabt. Nachdem wir ausgeschlafen haben, haben wir uns heute mal verpflichtet gefühlt ein vernünftiges Frühstück zu zaubern und haben ganz entspannt um 10h gefrühstückt. Danach haben die Jungs das Chilespiel des Confed Cups geguckt, während wir Mädels jeweils unsere Weiterreise organisiert haben und die Reiseführer für die nächsten Ziele durchforsteten. Danach haben wir in unserem wirklich schönen Hostel im sonnigen Garten gesessen, gelesen und telefoniert. Dazu haben wir den kompletten Vormittag Unmengen Wasser und Tee getrunken, um für die nächsten drei Tage in der Höhe und Wüste entsprechend hydriert zu bleiben - das wurde uns beim Buchen der Tour nahegelegt, um die Höhe von über 4800m ohne Kopfschmerz, Schwindel und Erbrechen zu überstehen.

Gegen Nachmittag haben wir uns dann wieder ins Dorf begeben, um Wasser, Klopapier und ein paar wärmende Alpakaklamotten für die Wüstentour nach Uyuni zu kaufen. Außerdem haben wir unsere Coca-Vorrat erweitert, um im Falle der Höhenkrankheit gerüstet zu sein. Danach waren wir wieder lecker Pizza essen, haben Bolivianisches Geld getauscht und unser restliches Chilenisches Geld in Snacks für die nächsten Tage investiert.

Am Abend haben wir uns dann wieder in der Küche vorm Kamin versammelt, haben Spagetti mit Tomatensoße gekocht und wurden zum Nachtisch von Andrew und Laura noch mit süßen Gebäck versorgt. Nach ein paar Runden Wizard gingen wir dann auch ins Bett, um für die nächsten Tage fit zu sein.

Morgen um 7h werden wir abgeholt und fahren dann durch die Wüste wo neben fließend Wasser, Heizung und Elektrizität natürlich auch kein Internet haben. Am Mittwoch kommen, wenn wir in Bolivien Internet haben, dann wieder Berichte online. ;)

Mountainbiketour durch die Wüste

24Juni2017

Scheinbar suchen wir uns immer die richtigen temporären Reisepartner, denn als wir heute morgen wie verabredet in den Frühstücksraum kamen, hatten die Briten bereits Rührrei, Sausage, Avocado und natürlich English Breakfast Tea zubereitet, sodass wir uns nur noch an den gedeckten Tisch setzen mussten.

Nach dem Infooverload von gestern, entschieden wir uns ein Fahrrad zu mieten und zwei potentielle Touren einfach auf eigene Faust zu unternehmen.
Genau das stellte sich als der absolute Hauptgewinn heraus! Wir starten mit den Rädern in Richtung Norden, um parallel zu einem Flußbett zu einer Wüste, bestehend aus lehmartigen Hügel und Bergen zu gelangen. Auf dem Weg mussten wir einen Fluß durchqueren und wurden ab dem ersten Meter von 2 Hunden begleitet, die uns bis zum Ende der Tour Begleitschutz boten.


Die Natur war von Anfang an sehr beeindruckend und wir waren wirklich geflasht!
Als wir dann das Labyrinth aus Hügeln erreichten ging der Spaß erst richtig los. Wir mussten die ganze Zeit nach dem richtigen Weg suchen und hatten dabei einige Kurven und Abfahrten zu meistern. Wenn wir nicht weiter wussten, kletterten wir auf einen der Hügel um einen besseren Überblick zu erlangen und arbeiteten uns so voran.

Das ganze war pure Adventure und als wir die Wüste bezwungen hatten und wieder zurück auf die Straße fanden, erschöpft, begeistert und stolz es geschafft zu haben zugleich.

Nach dieser Anstrengung fuhren wir zurück ins Dorf, um erstmal Mittag zu essen, wieder zu Kräften zu kommen und uns wärmer für die anstehenden zweite Route anzuziehen.

Das Ziel der zweiten Route war, den Sonnenuntergang von einem höher gelegenen Aussichtspunkt zu bestaunen (Valle de La Luna). Dieses hieß natürlich Bergauffahren und war nach der Pizza und dem ersten Trip eine wirkliche Anstrengung. Als wir den Gipfel des Berges erreichten, war die Sonne schon halb untergegangen und wir entschieden uns die letzten 1,5 km bis zum touristischen Hot Spot wegzulassen und gingen einfach direkt von der Hauptstraße zur nächstgelegenen Klippe, um den Rest des Sonnenuntergangs genießen zu können. Dieses stellte sich als genau die richtige Entscheidung heraus. Denn wir konnten von unserem privaten Spot die Menschenmassen, die sich am Hauptpunkt ansammelten, gut sehen und hatten gefühlt genau den selben Blick aufs Tal und die Rot aufleuchtenden Berge.


Das tolle an einem langwierigem, anstrengendem Bergauffahren mit dem Rad ist, dass die Abfahrt umso rasanter wird! Und so schossen wir den Berg hinab ins Dorf und hatten gefühlt 70 km/h drauf, was bei der gut asphaltierten Straße wirklich Fun war.

Zurück im Dorf brachten wir die Räder weg, buchten noch die 3 Tages Tour nach Uyuni für übermorgen und nutzten dann das Happy Hour Angebot der Bar, in der wir schon am Mittag gegessen hatten - Pisco Sour ist hier das leckere Nationalgetränk der Chilenen.

Für morgen haben wir uns entschieden, keine Tour zu buchen, sondern einen entspannten Tag zu machen und uns vielleicht erst zum Nachmittag noch einmal Fahrräder zu mieten.

Über die Anden nach Chile

23Juni2017

Pünktlich um 1 Uhr Nachts fuhr unser Bus, mit etwas Unklarheit wo die Fahrt enden wird, los. Entweder wir schaffen es nach Chile oder enden wieder zurück in Salta.

Da wir an dem Ausgang aber eh nicht viel ändern konnten und wir die Grenze erst nach ca. 6 Stunden erreichen sollten, lehnten wir uns also erstmal zurück um etwas Schlaf mitzunehmen. Als wir gegen 7:20 Uhr aufwachten, standen wir vor der Grenze zu Chile auf fast 5000 m Höhe mitten in den Anden.

Nach weiteren 2 Stunden ausharren, währenddessen die Sonne aufging und die von innen gefrorenen Scheiben langsam auftauten, setzte sich der Bus endlich wieder in Bewegung und wir durften auf das Zollgelände fahren, um die Ein- und Ausreise Modalitäten zu erledigen.


Nach gut einer weiteren Stunde hatte dieses dann auch der ganze Bus geschafft und wir konnten endlich unsere Reise nach San Pedro de Atacama fortsetzen. Von nun an bot sich uns eine atemberaubende Landschaft auf dem kompletten Weg. Schneebedeckte Berge, endlose Steppe, Alpakas und einige Gesteinsformationen machten die Busfahrt zu einer Ausflugstour. Nur der leichte Schwindel und dicke Kopf, aufgrund der nicht zu unterschätzenden Höhe, machte uns etwas zu Schaffen. Nach ein paar Schritten müsste man sich direkt kurz hinsetzen weil es so anstrengend war.


Als wir dann gegen 12 Uhr den Zielort erreichten, wurden wir erst vom Anblick der Hütten überrascht. Im Grunde genommen, besteht der komplette Ort eigentlich aus Holzhütten mit Wellblechdach. Wir fanden jedoch schnell ein von innen wirklich nettes Hostel, in dem wir uns erstmal niederlassen und Markus endlich seine Geburtstagswünsche entgegen nehmen konnte.


Nachdem wir uns etwas von der langen Fahrt etwas erholt hatten, zogen wir mit dem Britischen Pärchen los um im Zentrum etwas Essen zu gehen und uns für Touren für die nächsten Tage, inkl. Überfahrt nach Bolivien zu informieren.

Dieses zog sich ganzschön lange hin und wir mussten den ganzen Informationsoverload erstmal ausarbeiten. Deshalb zogen wir uns gegen 19 Uhr ins Hostel zurück, um uns im Gemeinschaftsraum zusammen zu setzten und die nächsten Tage zu planen. Nachdem wir den Kamin zu Brennen gebracht haben und einige Tees tranken, wurde es dort auch richtig gemütlich und wir liesen den anstrengend Tag bei einer Runde Wizzard ausklingen.

Mountainbiketour und Chaosplanung

22Juni2017

Heute morgen starteten wir um 10h gemeinsam mit der Holländerin vom Vortag in eine Mountainbiketour, um uns nach drei Wochen endlich mal wieder körperlich zu verausgaben. Und so kam es auch: Wir starteten die Tour bereits auf 1.500 Höhenmetern und steigerten uns langsam auf 1.700 Höhenmetern was man wider Erwarten deutlich merkte. Obwohl wir alle drei recht fit sind, mussten wir alle 500m stoppen um etwas zu trinken und zu verschnaufen. Irgendwann erreichten wir einen Bach, bestaunten etwas die Natur und die natürliche Grenze zum Regenwald und starteten danach unsere Downhill-Fahrt zurück. Diese war definitiv angenehmer als der Weg hinauf und bot auf Grund der Schotterpiste und der Steigung einiges an Fun und Action. Auf der Hälfte stoppen wir ein weiteres Mal auf einer Schafweide, wo wir Obst aßen und entspannten. Die Tour war insgesamt nur 18km lang aber definitiv ausreichend bei der Höhe der Berge.

Auf dem Rückweg in die Stadt ließ uns der Guide am Busbahnhof raus und der Stress des Nachmittags begann. Unser Plan war einen Bus von Salta nach San Pedro de Atacama zu buchen, was derzeit allerdings schwierig ist weil in den letzten Tagen der Pass über die Anden eingeschneit war. Nachdem uns die Busgesellschaften mitteilten, dass sie erst um 19h erfahren, ob die Busse fahren können, fuhren wir ohne Ticket zurück zum Hostel. Dort angekommen forderte uns der Gastgeber auf, das Hostel zu verlassen da wir bereits ausgecheckt hatten. Nach längerer Diskussion konnten wir raushandeln wenigstens unser Gepäck da zu lassen, mussten aber vor die Tür. Mit einem britischen Pärchen das sich spontan unserem Plan nach Atacama zu reisen anschloss, gingen wir erst einkaufen und danach in die Stadt etwas essen. Als wir um 19h dann wieder beim Busbahnhof waren, erfuhren wir, dass nur einer der zwei geplanten Busse nach Atacama fuhr - zufällig der mit Abstand am günstigste! Einige andere Backpacker buchten ebenfalls den Bus, weshalb wir uns anschlossen, allerdings kann es sein dass der Bus bis zur chilenischen Grenze fährt, die Grenze aber zu ist und wir die gesamte Strecke zurückfahren müssen.

Um die Zeit bis zum Nachtbus totzuschlagen, gingen wir wieder zum Hostel, diskutierten mit dem Gastgeber, versteckten anschließend unser Gepäck bei den Briten und sitzen nun in einer Bar um in Markus Geburtstag reinzufeiern und die Zeit bis 1h totzuschlagen. Wir sind sehr gespannt wie die Fahrt heute Nacht wird und ob wir morgen früh wieder zurück in salta sind oder es doch tatsächlich nach Chile schaffen!

Cafayate

21Juni2017

Um 6:30h klingelte heute morgen der Wecker und wir konnten noch schnell frühstücken, bevor die Holländerin und wir vom Hostel eingesammelt wurden. Die Tour nach Cafayate ging 170km durch die Bergregion, in der sich die Landschaft und die Vegetation ja nach Höhenmeter sehr schnell veränderte. Leider konnte der Tourguide wirklich schlecht englisch, sodass der Großteil auf Spanisch erzählt wurde und man manchmal raten musste, was er erzählt.

Wir stoppten einige Male an beeindruckenden Aussichtspunkten bis wir gegen Mittag das verschlafene Örtchen Cafayate erreichten um dort eine Weinprobe zu machen. Dies erinnerte allerdings eher an eine Kaffeefahrt, da drei Busse gleichzeitig über die Weinyards strömten und der Herstellungsprozess der verschiedenen Weine einer riesigen Gruppe erklärt wurde. Danach ging es zur Probe, wo wir allerdings nur zwei kleine Gläschen eines viel zu süßen Weines bekamen, den die Argentinier scheinbar sehr gerne trinken. 80% des hier angebauten Weines trinken die Argentinier, 20% der eher schweren Weine werden exportiert und in Europa teuer verkauft. Wir schlugen auch zu und erstanden für gerade einmal 3€ ein feines Tröpfchen des hier eher unbeliebten trockenen Weißweines für den Abend.

Anschließend fuhren wir ins Dorf, wo wir erschöpft von der Höhenluft ganz gemütlich 1,5 Stunden Mittag aßen - ganz landestypisch natürlich wieder Steak!

Auf der Rückfahrt stoppten wir noch einige Male an bunten Felsformationen (die man mit dem iPhone leider nicht richtig fotografieren kann, aber wir haben ja leider keine Kamera mehr!).

Gegen 19h erreichten wir dann wieder unser Hostel, wo Markus direkt erschöpft ins Bett fiel da er kränkelte, während Aileen etwas kochte und wir entspannt den Abend ausklingen ließen.

Höhenmeter in Salta

20Juni2017

Nachdem wir in der Nacht weitere 833km hinter uns gelassen haben, sind wir morgens um 8h halbwegs fit in Salta angekommen. Die Nacht war eisig kalt und auch die ersten Stunden in Salta hätten ruhig ein paar Grad wärmer sein können. Also kochten wir uns nach dem Check in, zum warm werden Spaghetti mit Tomatensauce und kamen mit einer netten Holländerin ins Gespräch (es sind insgesamt nur vier Leute im Hostel!).

Um aus der Lethargie herauszukommen, entschieden wir uns zusammen mit der Holländerin im Stadtzentrum Touren für die nächsten Tage zu buchen. Wir fanden eine Busrundtour zu den schönsten Nachbarorten inkl Weinprobe für morgen, sowie eine Mountainbike Tour für übermorgen. Wir glauben eine sehr gute Wahl getroffen zu haben und freuen uns auf die nächsten Tage.

Als alles erledigt war, aßen wir noch eine Kleinigkeit in der wohltuenden Mittagssonne und entschieden dann, den nahegelegenen Berg erklimmen.

Schon nach den ersten Metern wollte man sich am liebsten seiner Klamottenschichten befreien, da es schlagartig heiß wurde. Als wir nach gut 40min und unzähligen Stufen am Gipfel auf 1450m ankamen, wurden wir mit einer schönen Aussicht über Salta belohnt.

Nachdem wir uns von den Höhenunterschieden etwas erholt hatten, entschieden wir uns den Weg runter mit der Seilbahn zu fahren. Unten angekommen schlenderten wir noch über einen Andenmarkt und kehrten dann zurück zum Hostel, wo wir total erschöpft sofort ins Bett fielen um erstmal eine Stunde zu entspannen.

Abends waren wir dann noch kurz einkaufen und haben uns in der Hostelküche ganz dekadent ein Steak mit karamellisiertem Kürbis und Salat zubereitet - ganz wie im Herbst eben!

Walking Tour in Cordoba

19Juni2017

Bei eiskalten 2 GRad starteten wir heute morgen in den Tag und zogen alles übereinander, was der Backpack so zu bieten hat.

Anschließend machten wir uns auf zu einer weiteren Free Guided Walking Tour in Cordoba, die die wichtigsten Kirchen und Orte der zweitgrößten und Studentenstadt Argentiniens abdeckte.

 

Nach der ca. 2 stündigen Tour gingen wir auf Empfehlung des Guides zu einem Park, in dem Streetfood wie unter anderem "Chorripan" angeboten wurde, eine Mischung aus Döner und Subway-Baguette mit ehrlichster Bratwurst. Der Tipp hat sich absolut gelohnt und der Sonnenschein am Mittag war nach der Kälte am Morgen auch eine absolute Wohltat.

Da die Stadt an sich unserer Meinung nicht ganz so viel zu bieten hat, kehrten wir danach in ein Kaffee ein und besuchten noch einen Markt, der allerdings nicht so ansprechend war, sodass wir zum Hostel zurück gingen.

Abends um 20:15 starteten wir dann in unsere bisher fünfte Übernachtfahrt der Reise um weiter in den Norden zu kommen. Nach all den Städten steht für die nächsten Tage erstmal Natur auf dem Programm.

Leazy Day Córdoba

18Juni2017

Der Nachtbus von Buenos Aires nach Córdoba war leider nicht so luxeriös wie die letzte Fahrt, zwar hatten wir wieder sehr breite Sitze, konnten diese aber nicht komplett nach hinten klappen und auch die Beinfreiheit war eingeschränkt. Dennoch konnten wir halbwegs vernünftig schlafen.

Als wir morgens um 7h im Hostel ziemlich kaputt ankamen und es noch stockdunkel war, hatten wir wirklich Glück und konnten ausnahmsweise schon auf unser Zimmer, wo wir nochmal bis 12h richtig ausschliefen! - durch die letzten Wochen hatten wir wohl ein kleines Schlafdefizit nachzuholen.

Als wir wieder frisch waren, plagte uns ein Heißhunger auf etwas deftiges und wir starteten direkt mit dem Mittagessen in den Tag und gönnten uns bei "Parilla de Raúl" eine typisch argentinische Fleischplatte. Scheinbar ist es gute Tradition hier in Argentinien, am Sonntag Mittag mit der Familie ins Steakhaus zu gehen, denn die Läden waren alle Prall gefüllt.

Danach schlenderten wir durch die Straßen, die heute am Sonntag wie ausgestorben und eisig kalt waren. Die Stadt an sich, obwohl sie die zweitgrößte in Argentinien ist, wirkte heute eher klein und besonnen. Mal sehen, wie der Eindruck am morgigen Montag ist. Heute jedoch, bekamen wir den Winter hier in Córdoba zu spüren, denn es sind tagsüber gerade einmal 10 Grad, worauf wir nicht so richtig eingestellt waren.

In der Sonne wärmten wir uns dann mit einem Kaffee auf und gingen danach zurück zum Hostel, um den Bus für morgen Abend nach Salta zu buchen.

Im Hostel angekommen fielen wir wieder in ein müdes Loch (vielleicht auch Winterschlaf!) und konnten uns zum Glück abends um 18h nochmal aufraffen, zum Kunst- und Handwerksmarkt im Süden der Stadt zu gehen. Dieser hatte sich auch wirklich gelohnt und wir verbrachten den Abend schlendernd auf dem Markt, der uns einweig das Gefühl einer Herbstkirmes verlieh, bis wir uns irgendwann in einem Café mit einem typisch argentinischen Mate Tee aufwärmten, den Markus stilecht kredenzte.

Abends im Hostel planten wir ein wenig die nächsten Tage und spielten eine Partie Billiard die Aileen für sich entschied. Alles in allem also ein sehr gemütlicher Herbsstag mitten im Juni.

Hipsterviertel Palermo

17Juni2017

Nach der langen Nacht erwachten wir heute morgen etwas angeschlagen. Zudem hat sich unsere Gruppe heute morgen wie geplant deutlich verkleinert, da Yannik, Artur und Caro nach schönen und aufregenden gemeinsamen 2 Wochen weiter in den Süden fahren, wobei wir beide die Reise gen Norden fortsetzen.

Nach dem Frühstück zogen wir also zu zweit in die Stadt, um wie gestern geplant, Palermo bei Tag zu besichtigen. Dieser Plan stellte sich auch als genau der richtige heraus! Palermo ist für uns eindeutig das schönste Viertel Buenos Aires und hat einge richtig coole Bars, Restaurants und vorallem Geschäfte zu bieten.

Wir verbrachten einige Stunden dort und krönten unseren Aufenthalt mit einem richtig guten Burger der mit Spareripfleisch getopt war. Ein absoluter Hochgenuss!

Nach diesem Festmal fuhren wir zurück zum Hostel, wo wir noch ein Paar Stunden chillten, bevor wir uns auf zum Busbahnhof machten, um die 9 Stündige weiterfahrt nach Cordoba anzutreten.

Wir hoffen, dass der Bus uns wieder genauso begeistern wird wie der letzte und freuen uns auf Cordoba und ein bisschen sogar auf die Busfahrt.

Buenos Aires Tag 3 + Pubcrawl

16Juni2017

Am morgen haben wir uns erstmal mit den Buchungen der Weiterreise zu unseren nächsten Zielen beschäftigt. Unsere 5er Gruppe wird sich nach Buenos Aires nämlich trennen, da die anderen weiter in den Süden wollen und wir ab jetzt gen Norden unterwegs sind. Die nicht allzugute Internetverbindung im Hostel hat den Buchungsprozess nicht gerade erleichtert und so zogen wir erst gegen Mittag los in die Stadt.

Auf dem Programm stand heute der berühmte Stadtfriedhof, der mit seinen prächtigen Mausoleuen nichts mit einem deutschen Friedhof gleich hat und sehr eindrucksvoll ist.

 

Danach setzten wir uns erstmal in eine nette Bar, um einen kleinen Snack zu sich zu nehmen, bevor es weiter zu einem nahegelegenem Park ging.

 

Für den Vorabend fuhren wir dann weiter in den Stadtteil Palermo, der das Hip Viertel Buenos Aires ist. Hier gefiel es uns wirklich gut, sodass wir planen den morgigen Tag komplett in Palermo zu verbringen um genug Zeit für die vielen kleinen Läden zu haben.

Nach einer Pizza die OK aber nicht berauschend war fuhren wir zurück ins Hostel um uns für den Abend frisch zu machen.

Es stand nämlich ein Pubcrawl auf dem Programm, um auch einmal ins Südamerikanischen Nachtleben einzutauchen. Da die Mädels etwas müde waren, entschieden sie sich eher gemütlich ein Glas Wein in einer schöneren Bar zu trinken, versackten im Endeffekt dann aber doch bis 2h bei einigen Aperol und Wein, während  die Jungs in den Pub Crawl stasteten. Nach sehr holprigen Start der Pubtour, welche zu Beginn mehr Geldabzocke statt organisierte Party war, entwickelte sich der Abend zum Glück noch und wir kamen in einem coolen Club unter in dem wir bis 4 Uhr feierten. 

Boca Viertel & Prachtsteak

15Juni2017

Morgens nach dem Frühstück brachen wir zum Stadtteil Boca auf, welche nicht ganz sicher sein soll. Deshalb fragten wir uns bei der Polizei durch, welche Route zu den bunten Häusern sowie dem Stadion sicher sein soll. Als wir das Stadion im Arbeiterviertel erreichten, trennen wir unsere Fünfergruppe, sodass die Jungs das Stadion in Ruhe von innen besichtigen konnten und die Mädels sich die bunten Wellblechhäuser angucken konnten und mal gemütlich einen Kaffee trinken gingen.

Um 15h trafen wir uns dann alle wieder im Zentrum, wo wir eine Free Guided Walking Tour mit einer extrem gesprächigen Führerin machten, sodass wir drei Stunden mit politischen sowie historischen Detailinformationen versorgt wurden.

 

Nachdem wir uns schon seit Beginn an auf ein Prachtsteak in Argentinien freuten, gönnten wir uns abends in unserem Viertel ein Lendensteak, welches wirklich sehr gut war.

Tango in Buenos Aires!

14Juni2017

Aus der Fahrt von Iguaza nach Buenos Aires sind im Endeffekt doch 19 Stunden geworden, was allerdings echt nicht anstrengend war, da wir in unserem Busbett gut schlafen konnten und in der restlichen Zeit Filme, Musik und Verpflegung hatten und etwas lesen konnten.

Als wir dann um 12h Mittags in Buenos Aires angekommen sind, haben wir uns dennoch auf eine Dusche gefreut. Nachdem alle wieder frisch waren, haben wir uns auf die Suche nach etwas Essbaren gemacht und sind in einer mexikanischen Bar gelandet.

Danach zogen wir Richtung Stadt und erkundeten die Hauptstraße sowie das Hafengebiet und gingen danach in die City um uns wärmere Pullover zu kaufen, da es hier im Winter doch frischer als erwartet ist und wir eher sommerlich gepackt hatten.

Abends haben wir dann ein Tango Konzert besucht, welches wirklich schwere Kost war, aber durch die 12 Musiker, die auf der Bühne ihr bestes gaben, auch gleichwohl beeindruckend rüber kam. Gepaart mit ein paar großzügig gemischten Drinks, wirklich ein schöner Abend.

Iguazú 2.0 diesmal auf Argentinisch

13Juni2017

Früh morgens um 7:30h wachten wir auf, um am heutigen Tag die argentinische Seite der Wasserfälle zu erkunden und somit noch näher an die Wasserfälle heranzukommen.

Nach dem Frühstück checkten wir direkt aus dem Hostel aus, wechselten Euros in argentinische Pesos und fuhren dann mit dem Bus zur brasilianischen Grenze um auszureisen.

Als wir dort als einzige an der Grenze saßen mussten wir 30min warten bis der nächste Bus zur argentinischen Grenze fuhr um in Argentinien offiziell einzureisen. Nachdem auch diese Prozedur geschafft war, fuhren wir mit dem Bus weiter zum Busbahnhof und stiegen dann in einen Transfer zu den argentinischen Wasserfällen.

Das Areal auf der argentinischen Seite war deutlich größer angelegt als auf der Brasilianischen. Und da unser Bus nach Buenos Aires pünktlich um 17 Uhr fahren sollte, mussten wir uns auf die Haupttrails im Park beschränken.

Aber gerade diese waren atemberaubend! Unglaublich nah kam man an die vor Kraft strotzenden Wassermassen heran, die sich rings um einen herum in die Tiefe stürzen. Eine angenehmen Abkühlung durch den allgegenwärtigen Sprühnebel kriegt man gratis mit dazu. Iguazú war auf beiden Seiten ein absolutes Erlebnis und ist jedem der mal in die Gegend kommt zu empfehlen!

Um 16 Uhr sollten wir dann eigentlich am Parkeingang vom Shuttel wieder abgeholt werden, wurden aber versetzt. Zum Glück noch rechtzeitig konnten wir aber 2 Taxis aufbringen, die uns noch pünktlich zum Busbahnhof brachten.

Dort angekommen wartete eine echte Überraschung auf uns. Der am Abend zuvor gebuchte Bus war absolute Luxus Klasse! Man fühlt sich wie in der First Class, hat einen abgetrennten Liegesessel mit TV, unfassbar viel Platz und sogar Verpflegung. Als Höhepunkt wurde dann noch ein Drei-Gänge-Menü mit feinstem Steak gereicht, sodass wir rundum glücklich waren.


Wir werden wohl jede Minute der 17 Stunden genießen und gut ausgeschlafen in Buenos Aires ankommen.

Naturwunder Cataratas del Iguazú

12Juni2017

Nachdem wir nach 15 Stunden Fahrt überraschend gut gelaunt und ausgeschlafen in Foz do Iguazu ankamen, fuhren wir zunächst mit dem Taxi zum Hostel.

Wir packten schnell unsere Backpacks in den Gepäckraum, zogen uns um und machten uns kurze Zeit später direkt auf den Weg zur brasilianischen Seite der Wasserfälle. Dort ankommen wurden wir von einem Bus durch den Nationalpark gefahren und konnten das Rauschen der berühmten Wasserfälle schon von Weitem hören. Als wir dem Tosen immer näher kamen offenbarte sich ein unfassbar beeindruckendes Panorama der Wasserfälle. Wir starteten in einen 1,5km Hike, auf dem wir immer wieder von neuen beeindruckenden Panoramas des Wasserfalls überrascht und teilweise ganz schön nass wurden.

 

Als wir 4 Stunden später fertig waren, fuhren wir mit dem Bus eine gefühlte Stunde von der einen Stadtseite zur anderen, um uns den effizientesten Staudamm der Welt anzugucken, der vor 40 Jahren genau auf der Grenze von Brasilien und Paraguay gebaut wurde und den Großteil beider Länder mit Strom versorgt. Auch hier gab es wieder einem Bus der durch den Park führte und uns immer wieder die Möglichkeit gab, zwischendrin auszusteigen. Wir hatten Glück und eine Schleuse war geöffnet, sodass wir die Wassermassen aus dem Staudamm preschen sehen konnten. Entlang der Turbinen fuhren wir dann auf die paraguayische Seite und passierten den Staudamm bei wunderschönem Sonnenuntergang.

 

Das Ganze wäre auch super interessant gewesen, hätten wir nicht alle den Hunger unseres Lebens gehabt, da wir nicht mal richtig gefrühstückt hatten. Also entschlossen wir uns direkt im Anschluss zu City Bier (gut bewerteter Brasilianer) zu fahren, um endlich unsere erste Mahlzeit des Tages einzunehmen: Da Valentinstag war, waren alle Tische mit Herzen geschmückt und wir gönnten uns eine 2L Säule Bier für umgerechnet gerade einmal 5€. Nach der Feststellung wie günstig der Laden war, ließen wir kommen und bestellten drei verschiedene Fleischplatten, Chickenwings, Pommes und Maracuja Caipirinas und verschlungen das beste Essen aller Zeiten für ingesamt 12€ pro Person für alles! Ziemlich angedudelt gingen wir anschließend zurück zum Hostel und organisierten die Weiterreise nach Buenos Aires, den Grenzübergang nach Argentinien und fielen irgendwann todmüde ins bequeme schicke Bett unseres 5-Bettzimmers.

Die schöne Seite Sao Paulos

11Juni2017

Heute war unser letzter Tag in São Paulo und die lange Weiterreise nach Iguacu stand auf dem Plan.

Wir begannen den Tag wie immer, mit ausreichend Käse/Schinken Sandwiches in unserem Hostel. Danach zog es uns in den nahe gelegenen Stadtpark, der wie auch schon letzten Sonntag in Rio, nur so vor Sporttreibenden Brasilianern platzte. Der Park war wirklich schön und nachdem wir bei 1-2 Volleyball, Basketball und Futsal spielen zugegeguckt hatten, ließen wir uns am See auf der Liegewiese nieder und entspannten ein paar schöne Minuten in der Sonne.

Danach zog es uns weiter zur Avenida Paulista, einer Hauptstraße im modernen und wirklich schönen Teil São Paulos, welche am Sonntag komplett gesperrt ist um Radfahrern und Fußgängern mehr Platz zu bieten. Diese Straße war wirklich prall gefüllt und voller Leben, sodass es Schade war, dass wir den Ort schon recht schnell wieder verlassen mussten um uns auf dem Rückweg zum Hostel zu machen.

Wir holten uns noch allerhand Snacks in einem Supermarkt und ließen uns dann im Hostel direkt 2 Taxis rufen, um zum Busbahnhof zu gelangen.

Am Ticketschalter stellten wir fest, dass der Bus um 16:30 Uhr leider schon ausgebucht war und wir auf den 18:30 Bus ausweichen mussten. Zum Glück konnten wir allerdings dann auch wieder alle zusammen sitzen.

Nun hatten wir natürlich mit 3 Stunden ausreichend Zeit, welche wir allerdings recht kurzweilig gestalten konnten.

Der abermals gemütlich Bus bietet uns genug Platz und eine Wi-Fi Verbindung. So hoffen wir, dass wir die 15 stündige Busfahrt über Nacht mit genug Schlaf schnell über die Bühne bringen können. 

Sao Paulo + Stadion

10Juni2017

Nach dem Frühstück und dem Versuch Karten fürs Spiel von Palmeiras gegen Fluminense übers Internet zu besorgen, wobei Markus daran scheiterte, nicht Beweisen zu können kein Roboter zu sein und Ihn das fast zur Weißglut gebracht hat, starteten wir ohne Tickets in die Stadt. 

Mit der Metro ging es ins Zentrum der Stadt, wo wir einen Rundgang aus dem Lonely Planet machen wollten. Zuerst sind wir aber auf eines der höchsten Gebäude der Stadt gegangen, das "Edeficio Italia" welches eine recht anschauliche Rundumterasse hat. Für rund 8,50€ p.P inklusive einem Glas Sekt oder Weißwein genossen wir den Außblick über die gigantische Stadt Sao Paulo, welche zu den größten der Erde gehört.

Danach starteten wir unseren Rundgang, der auch recht schön begann, dann jedoch schnell an Rio erinnerte und man bei den vielen Obdachlosen und komischen Gestalten irgendwie das mulmige Gefühl der letzten Tage nicht ganz unterdrücken konnte. Wirklich schön ist die Stadt Sao Paulo nicht, die schiere Größe hingegen ist schon beeindruckend.

Nach unserem Rundgang nahmen wir noch einen kleinen Snack und machten uns auf zum Stadion, wo wir uns das vorhin bereits erwähnten Spiel anschauen wollten. Nachdem wir uns an der Metro Station mit unserem Zimmmergenossen aus dem Hostel getroffen hatten, gingen wir die letzten Meter zum Stadion zu Fuß. Trotz der großen Menschenmenge die zum Stadion strömte, fühlte man sich unter den Fans irgendwie direkt wohl und viel weniger unsicher. Nachdem wir einer Ehrenrunde ums Stadion drehen durften, da der zuerst angepeilte Eingang leider keine offenen Tickethäuschen hatte, erreichten wir den korrekten Eingang uns stellten uns in der nicht allzulangen Schlange an.

Da das Brasilianische Ticket System aber extrem kompliziert zu seien scheint, zögerte sich das anstehen über einer halbe Stunde hinaus und wir verpassten leider die ersten Minuten des Spiels, inklusive des 1:0 für das Heimteam Palmeiras. Danach nahmen wir unsere Plätze und der Hauptribühne des Stadions ein und sahen ein durchaus interessantes spannendes Spiel mit Wahnsinnig viel Emotion auf dem Rängen.

Ich weiß garnicht, wann ich in Deutschland das letzte mal ein Spiel mit so guter Stimmung und Emotion gesehen habe. Palmeiras gewann am Ende 3:1 und wir gingen hochzufrieden aus dem Stadion.

Bevor wir in die Metro stiegen, gönnten wir uns noch herzhaft, saftige Fleischbrötchen, welche wohl das Pendant zur Bratwurst sind und Rings ums Stadion an jeder Ecke zu kriegen waren.

Im Hostel angekommen wartete schon eine wirklich gute Party, im Hostel eigenen Partybereich auf uns der wir uns direkt anschlossen. Der Abend klang somit perfekt aus und wir gingen zufrieden ins Bett.

Morgen steht neben eine kurzen Aufenthalt im Stadtpark vorallem die Weiterfahrt nach Iguazu an. Es warte. Saftige 15 Stunden Busfahrt auf uns!

Raus aus Rio

09Juni2017

Heute morgen hatten wir also noch einen weiteren Tag in Rio zur Verfügung. Da die anderen den Zuckerhut noch nicht besichtigt hatten, entschieden sie sich diesen in Angriff zu nehmen. Wir beide hingegen fuhren nach Ipanema, um dort ein paar Stunden Sonne, Strand und Meer zu tanken. Auf dem Weg zur Metro schauten wir aber noch einmal bei den roten Treppen vorbei, da Caro diese noch nicht gesehen hatte.

Nach den Vorkommnissen des gestrigen Tages, war es jedoch noch immer ein mulmiges Gefühl durch die Straßen von Rio zu laufen. Da wir auf dem Weg nach São Paulo auch noch sämtliches Gepäck dabei haben, entschieden wir uns ein Taxi zu bestellen, welches uns am Hostel abholte und direkt bis zur Busstation brachte.
Nachdem wir ein Busticket gekauft hatten, nahmen wir noch einen kleinen Snack zu uns und dann ging es auch schon los. Der Bus ist, ähnlich wie in Mexiko, wieder vom allerfeinsten, sogar mit Wi-Fi ausgestattet und somit war es auch kein Problem sich durch die Rushhour Rios zu schlagen.

Nach gut 7,5 stündiger Busfahrt kamen wir in São Paulo an und fuhren per Taxi direkt zum Hostel, welches wie eine kleine Villa wirkt. Vor der Tür wurden wir direkt von einheimischen Nachbarn euphorisch empfangen. Man fühlt sich deutlich wohler als in Rio! ;)

Christusstatur mit Beigeschmack

08Juni2017

Nach einem ausgelassenen Frühstück bei dem Markus den Sandwichrekord von 6 Doppeltoast geschafft hat, klärten wir noch kurz wie man am besten zur Christusstatur kommt und machten uns gut gelaunt auf den Weg, Caro Rio an einem Tag zu zeigen. Wir wanderten die Straße zur Statue hoch und kamen nach 40min oben an. Nachdem wir mit einem Bus weiter hochgebracht wurden, genossen wir einen gigantischen Ausblick und machten einige Fotos mit unseren Handys und Kameras.

Nachdem wir wieder zurück wollten, entschieden wir uns den Weg zum Bus wieder zu laufen, was aber scheinbar eine sehr schlechte Entscheidung war: Nur 200m von dem Platz der Busse entfernt, sprangen plötzlich drei bewaffnete Männer aus dem Wald und liefen mit Pistolen und Messern auf uns zu. Wir mussten alle Wertsachen in unseren Hosentaschen rausgeben, die Bauchtaschen wurden abgerissen und die Rucksäcke ebenfalls entnommen. Nachdem die Typen ziemlich nervös die Straßen mit Barrikaden sperrten und auch noch weitere Leute aus den Taxis ausraubten, rasten sie mit einem gekipneptem Fluchttaxi die Straße runter. 2 Minuten später kam die Polizei und verfolgte die Leute auf den Weg nach unten - scheinbar erfolglos! Ein Busfahrer dessen Insassen auch ausgeraubt wurden, fuhr uns und die anderen Ausgeraubten nach unten und wir sollten dort auf die Polizei warten. Irgendwann mussten wir wieder hoch zur Statue fahren, wo die ausgeraubten Brasilianer den Angestellten alles berichteten - wir verstanden leider kaum was aber hatten auch wenig Hoffnung, dass sich die Wertsachen wieder finden würden. Als wir zurück in die Stadt fuhren, standen an jeder Kreuzung drei Polizeiwägen mit Maschinenpistolen, die alle schwarzen Autos filzten.

Insgesamt wurden Arturs und Aileens Handys, Bargeld, alle Taschen, Kameras und Yanniks Kreditkarte geklaut - nur Markus Handy und Portemonnaie samt komplettem Geld haben sie (warum auch immer) in seiner Hose nicht gefunden. Leider war in Markus Rucksack aber Aileens Handy und unsere Kamera, aber zum Glück keine anderen Wertsachen. Leider hat dieses Erlebnis die komplette Stimmung gekippt und wir mussten zum Hostel zurück um alles sperren zu lassen.

Irgendwann rief die Polizei an, dass Yanniks Kreditkarte und Caros Tasche gefunden wurde, da der Taxifahrer nachdem er die Banditen wieder los war direkt zur Polizei fuhr. Yannik, Markus und Caro fuhren also zur Polizei um die Sachen abzuholen und alles aufzunehmen.

Im Hostel haben wir dann organisiert, eine Nacht länger zu bleiben und nicht den Nachtbus nach Sao Paolo zu nehmen, um uns erstmal von diesem Schockerlebnis zu erholen und morgen entspannt weiter zu machen.

Aileen hat jetzt also die nächsten 6 Wochen kein Handy mehr, aber ihr könnt Markus Nummer in die bestehenden WhatsApp Gruppen einladen, damit Aileen nicht komplett von der Außenwelt angeschnitten ist!  015146505087

Gefühlt wie ein Weltmeister

07Juni2017

Nach dem Frühstück und dem Umzug in unseren neuen 6 Betten Raum, den wir bereits im Vorfeld für unsere 5 Mann- (3 Mann + 2 Frau) Reisegruppe gebucht haben, ging es zum Maracanã Stadion in dem Deutschland 2014 Weltmeister wurde. Obwohl im Internet steht, dass das Stadion kurz vor dem Verfall steht und komplett geschlossen ist, konnten wir uns eines besseren belehren und sogar eine Führung mitmachen, obwohl wir erst dachten das Stadion nur von außen sehen zu können. Da die Informationen im Internet falsch sind, waren wir auch die einzigen Nicht-Brasilianer, die im Stadion waren.

Man sollte den deutschen Medien nicht alles glauben. ;)


Nachdem wir das Museum per Privatführung begutachteten ging es in die Katakomben und Kabinen, wo auch Markus FC Augustdorf Trikot einen Platz fand.

 

Anschließend gingen wir ins Stadion, wo Markus 15min Gänsehaut-übersäumt stand und aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskam. Nachdem sich auf jeden Platz einmal niedergelassen wurde und aus dem Guide alle Details zum Finale '14 herausgequetscht wurden, bekamen wir noch eine Tüte mit Rasen vom Maracana Stadion.

 

Um 14h starteten wir dann in eine Food Tour durch Santa Maria, das ehemalige Reichenviertel Rios, das sich entlang eines Berges heraufschlängelt und eher aussieht wie ein südeuropäisches Dorf. Oben angekommen gab es erstmal eine Variation an brasilianischem Essen welches wirklich gut war.

 

Danach besichtigten wir einige Streetarts, stoppten nochmal für "Pao de Queso" und eine Acai Bowl bevor wir auf eine Ruine kletterten, von der man einen phänomenalen Ausblick hatte.

 

Zurück im Hostel angekommen kamen Yannik und Artur zurück von ihrem Ausflug und später dann auch Caro aus Deutschland.

Copacabana + Ipanema Beach

06Juni2017

Leider war der Himmel heute morgen ziemlich bewölkt, sodass wir nicht wirklich wussten wie wir den Tag angehen sollten. Morgens gingen wir erstmal Geld und Wasser holen, was sich allerdings eher zeitraubend gestaltete, da wir in der Nähe keinen Geldautomaten fanden. Nachdem wir das Geld sicher ins Hostel geschleust hatten (in Rio soll es wohl häufiger zu Raubüberfällen kommen, weswegen wir nicht alles mitschleppen wollten), entschieden wir zur Copacabana zu fahren.

Dort angekommen fing es allerdings an zu tröpfeln, sodass wir in einem Café Unterschlupf und eine Acai Bowl fanden.

Als es besser wurde, sind wir zu einem richtig schönen Aussichtspunkt am Strand von Ipanema gewandert und haben ein Paar Fotos geschossen. Danach sind wir am schöneren Strand gewandert, wo wir zumindest die Füßen ins eiskalte Wasser hielten.

Nach einer kurzen Auszeit am Strand erkundeten wir die Lagune und das Stadtzentrum von Ipanema, das deutlich chicer und schöner ist als das eigentliche Zentrum. Abends gönnten wir uns bei Kilograma feinstes Fleisch vom Spieß und realisierten erst später, dass auf dem Fernseher das Deutschland Spiel lief.

Später ließen wir dann den Abend im Hostel auf der Dachterasse ausklingen.

Free guided walking tour + Zuckerhut

05Juni2017

Nach dem Frühstück im Hostel, mit leckeren Früchte aber heute ohne Schinken (#veggimonday), gingen wir früh morgens zum Treffpunkt einer Free Guided Walking Tour durch das Stadtzentrum Rios. Wir hatten Glück und haben eine kleine Tour bestehend aus 7 Leuten erwischt, sodass man ganz entspannt durch die Straßen laufen konnte, um einen guten Überblick über die Stadt zu bekommen.

Wir starteten in der "besten Bäckerei" Rios wo wir Mangotarte und eine übertriebene Schokokugel probierten, nach der man für Stunden satt war. Die Tour endete an den berühmten bunten Treppen, die wirklich eindrucksvoll waren.

 

Nach ganzen 4 Stunden kehrten wir zum Schluss mit dem weiblichen Guide und einer Dänin in ein von ihr empfohlenes Restaurant ein, wo wir uns mit einem brasilianischen BBQ (natürlich mit Reis und Bohnen) stärkten. Netter Weise begleitete der Guide uns noch ein wenig und erklärte uns noch das komplizierte Bussystem, sodass wir problemlos zum Zuckerhut nach Urca fanden.

Dort angekommen entschieden wir uns den ersten Berg hoch zu wandern, was sich auch wirklich lohnte aber auch heftig anstrengend war. Ohne Wasser kletterten wir uns unzählige Stufen durch den Dschungel und erreichten nach 40min den ersten Gipfel von dem wir schon eine fantastische Aussicht hatten.

Mit der Seilbahn ging es dann noch auf den richtigen Zuckerhut, von wo wir den Sonnenuntergang (tatsächlich schon um 17h!) genossen haben. Als es dann irgendwann stockdunkel war und Rio unter uns erleuchtete, machten wir uns auf den Weg zurück zum Hostel.

 

Start in Ipanema & Leblon

04Juni2017

Nach dem Frühstück, bestehend aus einigen (!) Schinken/Käse Sandwiches veredelt durch George Forman, mit Yannik und Artur verabschiedeten sich die beiden für die nächsten zwei Tage Richtung Ilha Grande und wir machten uns mit der Metro zu den Stadtteilen Ipanema und Leblon auf.

Dort angekommen schlenderten wir zunächst über einen Hippie Markt auf dem brasilianische Kunst verkauft wurde. Anschließend ging es an die Strandpromenade, die heute am Sonntag natürlich brechend voll mit sporttreibenden Brasilianern war, die Beachvolleyball und Fußball spielten oder einfach nur joggten, Fahrrad oder Inliner fuhren. Der ganze Trubel war wirklich lebhaft und passte perfekt ins wunderbare Wetter und die schöne Natur.

Nachdem wir uns auf Empfehlung eine Acai Bowl gönnten, gingen wir Richtung Aussichtspunkt und danach in den botanischen Garten wo es sogar wildlebende Affen gab. Als um 17:30h bereits die Abenddämmerung eintrat, gingen wir fürs Abendessen auf einen modernen Gourmet Foodmarkt und naschten feinste Burger.

Noch leicht lädiert vom Jetlag und auch etwas müde durch die frühe Dunkelheit, fuhren wir früh zurück zum Hostel und ließen den Abend ganz entspannt auf der Dachterasse ausklingen.

Ankunft in Rio de Janeiro

03Juni2017

Der Flug mit KLM verlief wirklich sehr gut. Die Plätze hatten genug Beinfreiheit und waren sehr modern, die Sitznachbarin auch sehr frundlich und das Essen wirklich lecker. Nach rund 11:40 Stunden landeten wir dann etwas müde in Rio de Janeiro.

   

Nachdem wir unser Gepäck bExamen, holten wir noch schnell Geld und fuhren dann per Taxi zu unserem Hostel, in dem Yannik und Artur schon auf uns warteten. Die beiden und Arturs Freundin Caro werden uns nämlich für die nächsten ca. 2 Wochen begleiten, worüber wir uns sehr freuen! :)

 

Im Hostel in Lapa, welches zum Glück recht schön und sauber ist, machten wir uns noch kurz etwas frisch und gingen dann zu viert in die Stadt um etwas zu Essen. Wir entschieden uns für die erst beste Gelegenheit und bekamen die brasilianische Version einer Manta Platte (mit Käse überbackene Pommes mit Wurst) und frittiertes Huhn. Weder leicht noch gesund aber lecker!

Zurück im Hostel rundeten wir den Abend mit einem wohl dosierten ersten Caipirinha ab und fielen danach übermüdet ins Bett.

Anreise Amsterdam

03Juni2017

Früh, um 5 Uhr morgens, starteten wir in den 2. Teil unserer Reise. Noch schnell 1-2 Brötchen geschmiert und dann ging es los Richtung Amsterdam. 

Die Fahrt verlief ohne Probleme, sodass wir mit ausreichend Puffer am Flughafen ankamen. Danke nochmal an Clemens und Andrea die uns nach Holland gebracht hatten.

Am Flughafen verbrachten wir die Zeit in ein paar Geschäften, einem leckerem Snack und Rock am Ring Recherche und dann war es auch schon soweit und wir durften ins Flugzeug.

Es geht wieder los!

03Juni2017

Nach 3,5 fantastischen Wochen zu Hause haben wir einiges organisiert, recherchiert, sind Meister geworden und haben natürlich das perfekte Hochsommerwetter in der Heimat genossen. Samstag fliegen wir mit noch leichterem Gepäck von Amsterdam nach Rio de Janeiro und danach geht es unzählige Busstunden quer durch Argentinien, Paraguay, Bolivien und Peru. 

Nachdem die Statistiken eine hohe Followerquote entlarvt hat, sind wir ja fast schon verpflichtet die Reise durch Südamerika gleichwertig ausführlich zu "bloggen". Wir haben diesmal noch weniger im Vorfeld recherchiert, haben aber glücklicherweise einen Reiseführer dabei und sind gespannt, was Südamerika für uns bereit hält!

Letzter Tag - Rückflug Deutschland

09Mai2017

Morgens nach dem Aufstehen und Packen sind wir mit dem Coco Taxi zu Klemens und Brigitte gefahren.
Nach einer kurzen Stärkung ging es für die restlichen Stunden an den Strand.

Nach 5 Wochen Mexiko und Kuba geht es heute zurück nach Deutschland. Mexiko war super, mit tollen netten Leuten und vielen Aktionen und auch in Kuba hatten wir einige schöne Tage.

Insgesamt können wir den derzeitigen Hype um Kuba aber nicht ganz nachvollziehen, da das Land gerade außerhalb von Havanna ziemlich umständlich, lethargisch und etwas trist ist. Am schlimmsten war für uns kleine Hobbygourmets die kulinarische Eintönigkeit und dass man rund um die Uhr auf Essen in Casas oder Restaurants angewiesen ist, es hin und wieder wirklich schlecht ist und man so gut wie keine Chancen hat im Supermarkt mal Snacks zu kaufen, da die Supermärkte entweder weitestgehend ausverkauft, komplett leer oder für Touristen überzogen teuer sind. Auch Ausflüge sind in Kuba viel schwerer und teuerer zu organisieren und überhaupt nicht spontan oder eigenständig möglich. Die älteren Kubaner waren sehr nett, hilfsbereit und glücklich, während wir immer das Gefühl hatten, dass die jungen Kubaner uns eher mit Neid begegneten und jede Möglichkeit nutzten, uns möglichst viel Geld abzuzwacken. Vermutlich hätten wir einen besseren Eindruck von Kuba, wenn wir besser Spanisch gesprochen hätten und uns mit den Gastgebern mehr über Land und Leute hätten unterhalten können.

Der Rückweg verlief dann ohne Probleme. Nachdem Klemens und Brigitte netterweise Ihre Räder nutzten, um uns den Weg zur Busstation zu erleichtern, haben wir dort lustiger Weise eine Detmolderin getroffen, mit der wir etwas plauderten. Der Bus kam pünktlich und wir waren ohne Stress rechtzeitig am Flughafen. Nach einem kleinen Snack konnten wir auch schon einsteigen und der Flug verging wie im Flug. :P

Nach ca. 4 Stunden schlaf wachten wir kurz vor Europa auf und bekamen einen gigantischen Blick über die Französische Küste sowie Paris. Es war fast wolkenlos und die Luft war unfassbar klar, sodass man trotz 13.000 m Flughöhe einen Blick wie im Dokumentarfilm hatte.

Kurz danach landeten wir auch schon in Köln, wo uns Markus Vater netterweise abholte. Als wir bei Aileens Mutter ankamen, gab es noch lecker gegrilltes und abends konnte Markus noch beim Sieg seiner Mannschaft dabei sein.

Nun freuen wir uns auf 2-3 Wochen mit euch in Deutschland und vorallem auf unsere legendäre Feier am Samstag.
Danach melden wir uns wieder hier für den 2. Teil unserer Reise. =)

Final Countdown

07Mai2017

Nachdem es gestern Abend etwas länger ging, entschieden wir uns heute auszuschlafen, ein paar Dinge zu organisieren und anschließend den Strand zu genießen. Aus Mangel an Alternativen gingen wir dann zum Frühstück Pizza essen und gönnten uns danach einen leckeren Kaffee zum wach werden.

Danach machten wir uns zur 1,5km entfernten Busstation auf, um herauszufinden wie wir zum Flughafen kommen. Als das erledigt war, liefen wir den Weg am wirklich turquoisen Wasser und weißen Sandstrand zurück und gönnten uns danach 5 Stunden Sonne, Wellen und Markus Schatten. 

 

Abends trafen wir uns zum Essen dann wieder mit Klemens und Brigitte. Der wirklich leckere Italiener servierte gute Pizza wie man Sie auch in Europa nicht besser kriegt. Bei einer weiteren Runde Wizzard die Aileen knapp und Markus sehr deutlich verlor ließen wir den Abend ausklingen.

Fahrradtour an der Autobahn

06Mai2017

Wie es sich für erfahrene Velofahrer gehört, haben wir uns heute morgen um 9h getroffen, um für uns zwei Fahrräder auszuleihen und die Landzunge von Varadero zu erkunden. Es gab nur ein einziges 60er Jahrebau-Hotel welches Fahrräder zu völlig überzogenen Preisen anbot, sodass wir aus Mangel an Alternativen diese nehmen mussten. Danach radelten wir zu viert los und mussten dabei um einiges mehr Strampeln als Klemens und Brigitte. Zwar wollten wir das Land erkunden, allerdings stellte sich ziemlich schnell heraus dass die einzige Möglichkeit ist, an der Autobahn Fahrrad zu fahren, da jegliche Abbiegung nur zu einem weiteren riesigen Hotelbunker führte. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefrühstückt hatten (der Staat verbietet die Verpflegung in den Casas von Varadero damit die Touristen in den nicht vorhandenen und lieblosen Restaurants konsumieren), suchten wir ewig nach einem kleinen Imbiss oder einer Bar und fanden keine. Als wir nach 18km am Ende der Insel an einem Hafen ankamen, gab es zum Glück etwas und wir legten erstmal eine kleine Frühstückspause ein. Nachdem wir uns erholt hatten und es langsam heißer wurde, radelten wir die Autobahn zurück ohne unterwegs landschaftlich noch kulinarisch irgendwelche Highlights zu entdecken - trotzdem hatten wir sehr viel Spaß und gute Gespräche in unserer 4er Randgruppe.

Zurück von der kleinen Sporteinheit legten wir uns anschließend an den heute wunderschönen Strand, tobten in den hohen Wellen, die wirklich eine enorme Kraft und viel Funpotenzial hatten und entspannten den Rest des Tages.

Nach einer erfrischenden Dusche holten uns Klemens und Brigitte dann zum Abendessen ab. Wir fanden ein Restaurant wo das Essen wirklich nicht schlecht war und gingen danach noch weiter um eine Runde Wizzard bei 1-2 Cocktails zu spielen. Alles in allem ein sehr schöner Tag!

Besuch aus der Schweiz

05Mai2017

Pünktlich um 8:30h fuhr unser Taxi ohne Anschnallgute noch jeglicher Sicherheitsausstattungen vor, um uns und zwei weitere Gäste nach Varadero zu fahren. Da wir uns den Ort erstmal angucken wollten, hatten wir im Vorfeld keine Unterkunft gebucht und mussten so vor Ort die Casas abklappern. Das hat zum Glück nicht lange gedauert und wir haben die erst beste Casa in Strandnähe genommen, sodass wir die letzten drei Tage ganz entspannt ausklingen lassen können und der nach jedem Strandtag feuerrote Markus seine Röte noch etwas intensivieren kann! :D

Als wir durch den Ort schlenderten um ein Restaurant zu finden, waren wir etwas verwundert, wie ein solch heruntergekommenes Kaff ein Tourismusort sein kann. Wir landeten in einem 70er Jahre Imbiss, bestellten etwas zu essen und bekamen ein schimmelndes Sandwich (kein Scherz!) was unsere Laune endgültig auf den Nullpunkt sinken lies. Die Frechheit war sogar noch, dass ein Stück vom Toast offensichtlich abgebrochen war, man aber sah, dass der Rest vom Toast trotzdem noch schimmelte. Danach suchten wir uns WLAN, kotzten uns kurz zu Hause bei Laura und Kai (die eigentlich nur mal wissen wollten wie es so ist) aus und entschlossen uns nach einer Dusche, das beste draus zu machen und am wenigstens schönen Strand etwas zu lesen und zu spielen.

Es dauerte nicht lange, da tauchten am Strandeingang auf einmal zwei bekannte gestalten mit Fahrrädern auf. Mit großer Freude erkannten wir Markus Onkel Klemens mit seiner Frau Brigitte die seit 2 Monaten mit dem Fahrrad Kuba bereisen und mit denen wir uns eigentlich erst am nachfolgenden Tag verabredet hatten. Ab diesem Zeitpunkt nahm der Tag eine komplett andere Wendung, wir tauschten uns über positive sowie negative Erlebnisse in Kuba aus (und waren froh, dass wir Kuba nicht als einzige etwas frustrierend wahrnahmen), gingen Pizza essen und versackten anschließend mit ein paar Getränken in einer der wenigen Bars die das Kaff hier zu bieten hat. Alles in allem hat der Tag zum Glück noch eine super Wendung genommen und wir sind optimistisch, dass wir Varadero in den letzten Tagen doch noch positiv erleben!

Es wird immer heißer um 12

05Mai2017

Nachdem wir gestern Abend noch gemütlich mit den Briten auf der Dachterasse den Abend ausklingen lassen haben, gab es heute morgen wieder ein (eintöniges aber füllendes) Frühstück in der Casa. Danach sind wir zum Busterminal gelaufen und wollten unsere Weiterreise nach Varadero organisieren. Da der Bus für fast 200km über 5 Stunden unterwegs gewesen wäre, haben wir uns dagegen entscheiden und Aileen hat vor der Tür mit einem eher dubiosen Kubaner ein Colectivo Taxi für den nächsten Tag organisiert. Sie konnte den Preis um 20€ drücken. Mit dem Worten "Erzählt es aber niemanden und zahlt einfach 20€" sind wir gespannt, ob der Transport morgen klappt!

Weil die Wanderungen außerhalb der Stadt nur als überteuerte Touren angeboten werden und 1-2 Tage im Vorfeld gebucht werden müssen, entschlossen wir (sinnvollerweise wieder zur Mittagshitze) einen Berg nahe der Stadt zu erklimmen. Gefühlt war heute allerdings der heißeste Tag seit 4,5 Wochen und Markus Sonnenbrand vom Vortag hat ebenfalls Wirkung gezeigt, sodass der Weg absolut mühsam und beschwerlich war. Als wir uns zum Gipfel geschleppt haben, wurden wir aber wenigstens mit einem tollen Ausblick und einer kleinen Windbrise entlohnt.

Nach dieser sportlichen Extremleistung (in Wahrheit waren es vielleicht 1-2km) schleppten wir uns zurück zur Casa, vegetierten ein paar Stunden in Zimmer und konnten erst wieder aufstehen, als die Hitze etwas nachgelassen hatte. Nicht mehr experimentierfreudig steuerten wir die geile Tapasbar vom Vorabend an und bestellten fast das selbe Essen, wohl wissend, dass es einfach nur lecker sein wird.

Danach folgten wir dem im Lonelyplanet vorgeschlagenen "Photographic Walk" durch Trinidad, der sich eher als ein Rundgang durch die armen Wohnviertel Trinidads entpuppte, sodass wir eher beschämt als fotografierend durch die Straßen schlichen.

Strand Ancon

04Mai2017

Mit einem Casa-Frühstück inklusive kleiner Packungen deutscher Markenbutter starteten wir in den Tag. Nachdem wir uns gestärkt hatten, einigten wir uns mit dem englischem Pärchen vom Vortag, ein Taxi zum Strand zu teilen. Die Hausbesitzerin nannte uns noch schnell den Preis, den ein Taxi zum Strand kosten darf und wir machten uns auf die Suche. Keine 100m vom Haus entfernt wurden wir auch schon angesprochen und da uns der Taxifahrer genau den empfohlenen Preis nannte, waren wir mit der Suche schnell fertig und es konnte los gehen.

Und es ging los! Die Strecke Trinidad - Strand hätte wohl auch Michael Schumacher zu seinen besten Zeiten nicht schneller fahren können. Jeder Verkehrsteilnehmer, ob Auto, Kutsche oder LKW wurde in Grund und Boden gefahren, egal ob der Gegenverkehr bereits in Sicht war oder nicht. Da der verschlafene Ort eigentlich nicht so wirkt, als ob die Kunden unserem Fahrer die Bude einrennen, war die Sinnhaftigkeit des neuen Streckenrekordes doch sehr zu hinterfragen. Zum Glück ging aber alles gut und wir kamen am wirklich schönen Strand an, wo wir uns gleich Liegen mit Schirm schnappten.

Nach einigen entspannten Stunden lesen und einfach mal chillen packte uns der Hunger. Da aber leider nur eine einzige Strandbar etwas zu essen verkaufte, war unsere Option ein Sandwich für 3 CUC zu essen - der Name Sandwich war allerdings eine Frechheit, weil es ein trockenes Stück Weißbrot mit dem selben Schinken und Käse war, der hier in jedem Gericht zu finden ist - geschmacklos, laff und einfach nur in eine Servierte gewickelt. Wir freuen uns definitiv wieder auf vielfältiges geschmackvolles Essen und selber Kochen in Deutschland!

Nachdem wir abends vom Strand zurück waren wollten wir abends mal richtig lecker essen und wurden ausnahmsweise mal von guter kubanischer Küche überzeugt. Nach dem Duschen gingen wir in ein Restaurant in dem die Gäste schon gestern Abend Schlange standen um einen Tisch zu ergattern. Wir hatten Glück und bekamen nach ca. 5 min. einen Tisch. Und das Essen war endlich mal super! Wir hatten eine Auswahl von 5 Tapas und alles war lecker inkl. der Getränke.

Frisch gestärkt machten wir uns auf zu einem Grand Hotel in Kolonialzeit Charakter. Die Engländer hatten uns den Tipp gegeben, da es da ein gut funktionierendes WLAN geben soll. Das WLAN auf dem zentralen Platz ist leider komplette überlastet. Dies ist auch der Grund warum es gestern keinen Bericht gab. Hier lassen wir nun den Abend ausklingen, da die Bar und der vorgelegene Park wirklich schön sind.

Busfahrt nach Trinidad

04Mai2017

Viel zu früh um 6h morgens klingelte der Wecker und wir mussten zu unserem Bus zum Marktplatz trotten. Nachdem alle im Bus waren und wir bereits ca. 15min unterwegs waren, fuhren wir ernsthaft die komplette Strecke zurück, da noch zwei Gäste vergessen wurden. Zum Glück konnten wir schlafen, sodass die insgesamt 7,5 Stunden Busfahrt - inkl. zwei kaffeefahrtähnlicher Pausen - nach Trinidad schneller vergingen als gedacht. Außerdem war die Landschaft phasenweise total schön, denn wir fuhren durch Obstplantagen, Reisfelder und einige Berge und hatten mal Zeit unsere Feier zu planen.

In Trinidad angekommen sind wir direkt zur Unterkunft gegangen, die unser Gastgeber aus Vinales für uns organisiert hatte. Die Straßen der Vorstadt waren nicht wirklich schön und erinnern eher an ein Armutsviertel, die Wohnung jedoch ist sehr ordentlich und sauber. Zum Glück trafen wir direkt im Hostel zwei Engländer, die uns ein paar gute Tipps für die nächsten Tage gaben. Im komplett pinken Mädchenzimmer werden wir es sicher gut aushalten. :D

Völlig ausgehungert gingen wir erstmal ins Stadtzentrum. Das Straßenbild änderte sich rapide und wurde von Meter zu Meter schöner. Im Zentrum ist Trinidad wirklich ein sehr schönes altes Städtchen. Etwas günstiges zum Essen zu finden stellte sich aber trotzdem leicht problematisch dar. Nach einer Weile fanden wir eine Art Taverne, die Burger für 2 CUC auf der Karte hatte. Dieser war zwar nicht wirklich berauschend linderte aber erstmal den Hunger.
Danach gingen wir einen sehr leckeren Kaffee trinken (und noch ein Sandwich zum Magen füllen) und schlenderten ein wenig durch die Gassen. Wie am Vortag zog es sich aber wieder zu und wir rannten nach Hause um nicht wieder nass zu werden - gute Entscheidung denn auf halbem Weg goss es schon wieder wie aus Eimern!

Unverhofft kommt oft ;)

02Mai2017

Bereits um 8:30h wurden wir heute morgen von unserem Gastgeber geweckt, dass wir zum frühstücken kommen sollen. Wir wollten zwar ausschlafen, allerdings gehört sich dies hier auf dem Land wohl nicht. Also gab es wieder ein ausgiebiges Frühstück und im Anschluss besorgten wir uns über den Gastgeber eine Casa Particular für die nächste Station in Trinidad.

Danach gingen wir in die Stadt und wollten eigentlich nur Wasser und Essen für die Weiterreise besorgen, allerdings war Wasser fast überall ausverkauft und normale Lebensmittel sowieso schwer zu bekommen - der Kommunismus lässt grüßen. Auf dem Rückweg legten wir noch kurz einen längst überfälligen halt bei einem Frisör ein, der Markus für 5 CUC wieder eine ansehnliche Frisur zauberte. Wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann, war man erst sehr unsicher wie das Ergebnis ausfallen wird. Fidels Kumpel hat allerdings einen guten Job gemacht. ;)


Als es dann auch Mittag war, entscheiden wir uns erst nach der Mittagshitze in die Wanderung zu starten und spielten ein wenig Kniffel auf unserer Terrasse mit Schaukelstühlen.

Um 13h wanderten wir dann los und kamen nach drei Kilometern bei einem Restaurant mit gigantischem Ausblick an.

Anschließend machten wir uns auf das Tal zu entdecken und wunderten uns noch, warum wir die einzigen unterwegs waren.
Die Landschaft entpuppte sich als wunderschön und als wir unsere Wanderstrecke gerade noch weiter ausdehnten, fing es auf einmal in Strömen an zu regnen. Wir fanden leider nur noch Unterschlupf unter einem zu kleinen Baum sodass wir innerhalb kürzester Zeit klitschnass war. Da kein Ende in Sicht war und wir eh nass waren, joggten wir irgendwann los und kamen nach einer ganzen Weile in unserer Unterkunft an. Nachdem es immer weiter regnete blieben wir einige Zeit auf dem Zimmer und rafften uns erst abends wieder auf, nochmal in die Stadt zu gehen bevor die lange Reise morgen weiter nach Trinidad geht.

Ausritt in Vinales

30April2017

Nach unserem ersten Frühstück im Wohnzimmer unseres Gastgebers starteten wir gut gestärkt in die am Vorabend verabredete Tour. Da wir auf Spanisch nur etwas von Tabakplantage, Fruchtplantagen, Kaffe und Pferden verstanden hatten, wussten wir noch nicht so genau worauf wir uns eingelassen hatten. Als wir bei drei Pferden ankamen wurde uns aber schnell bewusst, dass die komplette Tagestour geritten wird und wir eventuell mit kurzer Hose und Flipflops etwas falsch angezogen waren - kein Problem natürlich, für blutige Reitanfänger wie uns! Nach unserem ersten Frühstück im Wohnzimmer unseres Gastgebers starteten wir gut gestärkt in die am Vorabend verabredete Tour. Da wir auf Spanisch nur etwas von Tabakplantage, Fruchtplantagen, Kaffe und Pferden verstanden hatten, wussten wir noch nicht so genau worauf wir uns eingelassen hatten. Als wir bei drei Pferden ankamen wurde uns aber schnell bewusst, dass die komplette Tagestour geritten wird und wir eventuell mit kurzer Hose und Flipflops etwas falsch angezogen waren - kein Problem natürlich, für blutige Reitanfänger wie uns!


Als wir auf den Pferden saßen wurde uns noch kurz "rechts, links, Stop" erklärt und es ging los. Zunächst lahmte Aileens Pferd Poco Loco etwas, sodass wir zunächst gemütlich die Landschaft genießen konnten. Irgendwann entwickelte Poco Loco aber den Ehrgeiz immer vor Markus und unserem Guide zu reiten, sodass es immer wieder zu kleinen Wettrennen kam, die uns steife Reiter komplett durch den Sattel schüttelten. Die ungefähr richtige Technik haben wir erst mit der Zeit - als unsere Hintern und Beine schon wehtaten -herausgefunden.
Der erste Stop war bei einem lokalen Tabakbauern, der uns die Plantage, die Tabakblätter und anschließend die Trockenhütte zeigte. Bei einer eigenen kubanischen Zigarre zeigte er uns zudem, wie man die Blätter rollt und natürlich wie man diese mit kubanischer Romantik morgens um 10h kredenzt. 90% der Ernte müssten die Bauern an den Staat verkaufen, nur 10% dürfen sie selbst behalten und zum privaten Handel und zum Tausch für andere Lebensmittel behalten.

Nach dem ersten super interessanten Stop trotteten, trabten und galoppierten wir durch die Fruchtplantagen mit Bananen, Guarana, Avocados und Mangos zu einem Berg. In dem gibt es natürliche, kilometerlange Tunnelsysteme mit Bademöglichkeiten. Recht touristisch konnten wir eine besichtigen, mussten am Eingang 2 CUC Eintritt bezahlen und wurden dann mit einer großen Masse ca. 250m durch den komplett dunklen Berg zu einem kleinen Wasserloch geführt, wo Markus im dreckigen dafür aber erfrischenden Wasser badete - zum Glück konnte man nur erahnen, wie es dort wirklich aussah!


Der dritte Stop war in einem kleinen Lokal wo uns die Farmer kurz erklärten, wie sie den Kaffee herstellen. Danach konnten wir Schnaps und leckeren Honig der Kaffeeblüte probieren. Im Endeffekt wollten der Händler aber vor allem seine Sachen zu ziemlich frechen Preisen verkaufen.

Also ritten wir weiter - immer mit ein bisschen Angst, im nächsten Moment bei einem Race aus dem Sattel zu fliegen. Alles in allem war die Tour aber ein absolutes Highlight unserer Reise und die Landschaft so wunderschön und vielfältig. Als wir um 14h schmutzig und Aileen etwas allergisch aufgequollen zurück kamen, gönnten wir uns in der Casa erstmal eine Dusche und verlängerten unsere Bleibe in Vinales um eine weitere Nacht, damit wir morgen noch einmal in einer anderen Region wandern gehen können.

Weiterreise nach Vinales

29April2017

Um 7:30h klingelte heute der Wecker, da wir zwischen 8-9h von einem Collectivo Taxi abgeholt werden sollen. Ursprünglich hatten wir vor mit dem Viazul Bus weiter nach Vinales zu reisen, allerdings war das Buchen online nicht möglich und der Gastgeber sagte uns, dass man am Vortag mit dem Taxi zur Viazul Station fahren muss um das Ticket zu kaufen und anschließend am nächsten Tag wieder mit dem Taxi hinfahren muss um loszufahren. Da es dann genauso teuer ist wie mit dem Taxi zu fahren, entschieden wir uns für die bequemere Variante, da das Taxi einen von Haustür zu Haustür bringt. Die Unterkunft in Vinales hat uns der Gastgeber in Havanna empfohlen und organisiert. Als um 9h dann endlich ein grau-schwarzer Buick Oldtimer vorfuhr, freuten wir uns schon damit nach Vinales zu fahren.

Nach 15min stoppte dieser allerdings in der Stadt und wir sollten 5 weitere Minuten auf ein größeres Auto warten. Nach 30min kam dann auch ein Van mit weiteren Gästen, sodass wir das Auto wechselten und 2,5 Stunden nach Vinales fuhren.

Dort angekommen wurden wir ganz in der Nähe der Berge abgesetzt und ein sehr nettes älteres Pärchen hieß uns Willkommen. Kurz danach gingen wir erstmal ins Zentrum um Mittag zu essen und hatten das bisher am besten gewürzte kubanische Essen!


Danach erkundeten wir uns über die Tour- und Weiterreisemöglichkeiten, stellten aber schnell fest, dass das Tour- und Taxiangebot unseres Gastgebers deutlich günstiger sind, als die angebotenen im Ort.

Vinales Natur Umgebung sieht schon von hier wunderschön aus, wir freuen uns sehr auf unseren Trip morgen.

Soeben haben wir uns erstmal die bereits von Vivi erwähnten Internet Stunden Karten gekauft, um die Berichte der letzten Tage für euch hochzuladen und ein Treffen mit Markus Onkel am Ende unseres Kuba Trips zu organisieren. Dank dieser können wir den Blog nach nun 2 Tagen Pause wohl doch weiterführen! :)

Abends gingen wir essen und wurden zum ersten Mal vom schlechten kubanischen Service überzeugt. Nach zwei Cocktails kam unsere Pommes nach 30min, Aileen's Caesar Salat (6 Salatblätter mit etwas Hähnchen) nach weiteren 40min und auf Nachfrage nach einer Stunde Markus Burger mit der Begründung "Because Cheeseburger needs a little longer". :D Dafür haben die Cocktails reingehauen und wir haben den Rest des Abends Musik auf dem Marktplatz gelauscht.

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Havanna Tag 2

28April2017

Heute wurden wir um 10:30h von unserem Gastgeber geweckt, der uns gerne Frühstück machen wollte. Da wir aber scheinbar ordentlich Schlaf nachzuholen hatten und sich Aileen von den extrem kalten Klimaanlagen in Cancun eine Erkältung geholt hat, starten wir erst um 12h gemütlich in den Tag. Als wir unsere Unterkunft vor Ort zahlten, war die Gastgeberin etwas enttäuscht, dass wir weder Frühstück noch die reich gefüllte Minibar in Anspruch genommen haben. In einem Blog stand, dass die Kubaner die Vermietung der Unterkünfte extrem versteuern müssen und eigentlich nur mit dem Essen wirklich Geld verdienen. Nichtsdestotrotz gönnten uns beim Kiosk unseres Gastgebers nebenan jeweils ein Sandwich und eine DDR Fanta für insgesamt 2,50€.

Anschließend gingen wir in die Stadt und erkundeten die Gassen und Plätze, die wir am Vortag nicht mehr geschafft hatten. Leider ging es etwas langsam los, da Aileen wirklich nicht fit war. Anschließend gingen wir Kaffee trinken, aßen gehen 15 Uhr ein halbes Hähnchen mit Reis und Bohnen und schrieben erstmals Postkarten. ;)

Nach 2 Tagen Havanna, hatten wir im Grunde auch alles für Besucher interessante in der Altstadt gesehen, sodass wir uns ein gemütliches Plätzchen in einem Park suchten um ein Paar runden Kniffel auf dem IPad zu spielen.
Als wir uns wieder aufrafften sahen wir einen Pizzaimbiss vor dem einige Leute standen. Die Pizza sah auch sehr gut aus, also entschieden wir uns auch eine zu kaufen. Mit nur 20 Pesos also ca 0,85€ war die Pizza ein echtes Schnäppchen und wirklich gut. :)

Danach holten wir noch Bargeld und Wasser (welches im Verhältnis unfassbar teuer ist. Hier zahlt man min 1€ pro 1,5 Liter auch im Einkaufsladen!) und liesen den Abend in einer Bar bei einem Kuba Libre ausklingen.

Auf den Bus mussten wir heute zum Glück keine 5 min warten, sodass wir gut nach Hause kamen.

Morgen geht es dann schon um 8 Uhr per Collectivo nach Vinales.

Weiterreise nach Havanna Kuba

27April2017

Wir haben uns Internetkarten gekauft und können euch wieder mit Infos versorgen ;)

Morgens um 5:30 klingelte der Wecker und wir sind zum Flughafen gefahren. Wissend, dass das kubanische Essen nicht das beste sein soll, haben wir kurzerhand noch schnell eine Domino Pizza am Gate gefrühstückt, als die anderen Passagiere schon beim Boarding waren. :D

Danach traten wir den einstündigen Flug nach Havanna an. Kurz vor der Landung kam eine Durchsage, das Flugzeug müsse vor Landung desinfiziert werden. Kurz danach lief eine Stuardess mit einem Desinfektionsspray durch die Gänge und sprühte wild um sich - was mit dieser Alibiaktion auf sich hat haben wir leider nicht verstanden. Nachdem wir am Flughafen leider nicht den günstigen Bus in die Stadt gefunden haben mussten wir auf ein 20€ teures Taxi zurückgreifen und wurden vermutlich das erste mal abgezogen. Als wir in der Casa Particular welches wir bei Hostelworld vorgebucht hatten ankamen, öffnete zunächst niemand die Tür. Nach ein Paar Minuten warten ging Markus in den Hinterhof und zum Glück öffnete unsere Gastfamilie und zeigte uns unser schönes aber etwas niedriges Zimmer für die nächsten zwei Nächte. Unser netter Gastgeber Raúl bot uns an, Teile unsere touristische CUC Währung in die einheimische CUP Währung zu tauschen, sodass wir uns ab jetzt ordentlich gönnen können!

Nach einem sehr leckeren Panini vom Imbiss unseres Gastgebers, gingen wir als erstes zum nahegelegenem Plaza de la Revolución. Auf dem Weg dahin fanden wir einen Obsthändler, bei dem wir für 2 CUP ein Bündel Mini-Bananen kauften. Das sind umgerechnet nur 8 Cent!

Am Plaza angekommen gingen wir erstmal zum José Martí Memorial. Ein 139m hoher Turm als Denkmal an den Volkshelden. Von dem Vorplatz aus, hielt auch Fiedel Castro seine Reden and Volk.
Um zum Turm zu kommen mussten wir je 1 CUC bezahlen (Ca. 1€) und man sagte uns, dass Museum und Eintritt zum Ausblickturm auch noch 8 CUC kosten würden.
Da uns beim Eintreten jedoch niemand aufhielt bzw. ansprach genossen wir den super Ausblick von der Spitze des Turms ohne weitere Zahlungen. Der CUC hatte sich gelohnt! ;)

Danach ging es für je 1 CUP also ca 0,04€ per Bus in die Altstadt, wo wir am Capitolio austiegen. Von da aus schlenderten wir durch die alten Gassen Havannas, setzten und hier und da in ein Café und tranken Daiquiri zu Buena Vista Social Club Musik.


In einer Gasse fanden wir dann eine recht moderne Bar, die einen guten Eindruck machte. Wir aßen Huhn mit Reis und es war wirklich lecker!
Das schlechte Essen hat sich also zum Glück erstmal nicht bestätigt. ;)


Danach gingen wir, als es dann dunkel wurde, zum Malecón und genossen den Ausblick auf die Skyline Havannas. Als uns abends, 16 Stunden auf den Beinen, alles wehtat haben wir eine gefühlte Ewigkeit auf den Bus gewartet, der dann aber zum Glück doch noch kam und uns für 0,04€ nach Hause fuhr.
Der erste Eindruck von Kuba ist ein positiver, die Leute waren bisher nett und Havanna hat viele Eindrücke zu bieten.

 

Cancun ist Scheiße!

26April2017

Heute morgen haben wir entspannt ausgeschlafen und sind danach zum ersten Mal auswärts frühstücken gegangen. Es gab Kaffee, frischen Orangensaft, Obstsalat und Omelette nur die Tortillas mit Bohnenmus waren zum Frühstück irgendwie deplatziert.

Anschließend haben wir unsere Rucksäcke geholt und sind mit der Fähre nach Chiquila gefahren, von wo der diesmal bessere ADO Bus nach Cancun gefahren ist.

Enthusiastisch von Kais positiven SMS Liveticker zum Dortmund Finaleinzug gegen die Bayern (Danke nochmal!), kamen wir eigentlich gut gelaunt in Cancun an.

Die Tatsache, dass wir beim Buchen unserer Unterkunft nur auf die direkte Nähe zur ADO Station (5 Uhr aufstehen - nur 2min Fußweg), anstatt auf die mittelmässige Bewertung des Hostels geachtet haben, hat sich allerdings gerächt. Nachdem wir 5min in unserem ziemlich bescheiden (dunkel, nach Gras oder Schimmel stinkend) Hostelzimmer waren, wollten wir direkt in die Stadt fliehen, um die letzten Stunden Mexikos zu genießen. Leider hat sich auch dies schwierig gestaltet und die Stadt war einfach nur laut, hässlich und schmutzig und die Menschen kein Stück hilfsbereit - vielleicht war es auch das Kontrastprogramm zum entspannten Holbox. Nachdem uns auch alle Taxifahrer abziehen wollten, haben wir endlich den offiziellen Bus zur zivilisierten "Hotelzone" gefunden. Im amerikanisierten Ballermann Mexikos angekommen, gestaltete sich die Essensauswahl allerdings extrem schwierig, da es nur übertrieben kommerzielle Hotelbunker gab, die unser Preisbudget deutlich sprengten und für die wir mit Shorts, Backpack und Flipflops absolut underdressed waren.

Leicht genervt fuhren wir hungrig zurück und folgten einfach der besten Restaurantbewertung von TripAdvisor im Stadtzentrum, sodass wir leckerste Pizza und Tiramisu mit einem übertrieben freundlichen Personal genossen - definitiv die beste Entscheidung! Nach dem Essen war alles dann auch nicht mehr ganz so schlimm und wir fielen leicht betäubt von ein paar Bieren müde ins beschissen stinkende Hostelbett!

Nach über drei Wochen Mexiko fliegen wir morgen um 8h für 12 Tage nach Kuba und befürchten dort kein Internet zu haben. Die Tagesberichte kommen also voraussichtlich erst online, wenn wir irgendwo mal Internet haben oder wenn wir zurück in Deutschland sind. Nachdem der Franzose uns Kuba etwas madig gesprochen hat (unfreundliche Menschen, eintöniges Essen, Touristenabzocke an jeder Ecke - "everything is just shitty!") sind wir gespannt, ob es uns genauso gut gefallen wird wie in Mexiko. Alles in allem war Mexiko absolut sicher, sehr gut organisiert und deutlich vielfältiger von der Natur, den Möglichkeiten und Orten als wir anfangs dachten und deshalb absolut empfehlenswert - außer vielleicht Cancun!

Fahrradtour am Strand

25April2017

Während Markus noch etwas mehr Schlaf nachholen musste, ist Aileen früh morgens zum lokalen Markt geschlendert, hat fürs Frühstück eingekauft und war gemütlich Kaffee trinken. Als es auch Markus aus den Federn geschafft hatte gab es Oats mit frischem Obst.

Nachdem wir unsere Weiterreise nach Cancun organisiert haben, sind wir zum anderen Hostel gegangen und haben den Franzosen abgeholt um uns ein Fahrrad für den Tag zu mieten. Als wir das Fahrrad dann hatten dachten wir direkt loszuradeln, allerdings musste der Franzose noch sorgfältig für sein Proviant in vier verschiedenen Läden einkaufen, sodass sich die penible Auswahl fast auf eine Stunde zog. #dubistnichtduwennduhungrigbist :D

Pünktlich um 12h zur brennenden Mittagshitze (mal wieder), sind wir dann also erst losgeradelt um die Insel zu erkunden. Als der Radweg endete sind wir mit dem Fahrrad am Strand weitergefahren, mussten mehrere Flüsschen durchqueren und haben zum Schluss einen phänomenalen Ausblick genossen. Als wir an einer Stelle nicht weiter radeln konnten, haben wir uns für den erfrischenden (das dachten wir zumindest, das Wasser war aber auch pisswarm) Wasserweg entschieden. Obwohl das wunderschön war suchten wir irgendwann nur noch nach einem schattigen Plätzen für eine Pause, was allerdings kaum möglich war. Also bauten wir uns unter einem Busch mit Handtüchern ein kleines Plätzen und aßen Baguette mit Avocado - es gibt schlimmeres auf einer einsamen Insel! Nach einer kleinen Erfrischung ging es die komplette Strecke durch das Wasser zurück und wir sahen einige Adler, Pelikane und andere Vögel die wir nicht kannten. Zurück bei den Fahrrädern angekommen wollte Markus in einem Fluss mit Mangroven schwimmen, als wir allerdings einige undefinierbare Tiere sahen entschieden wir uns dagegen und haben uns stattdessen in dekadenten Strandliegen einer 4-Sterne Hotelanlage (die ziemlich leer war) niedergelassen und waren schwimmen.

Als kleinen Zwischenstopp sind wir dann in unser Hostel gefahren und haben zur Abwechslung zum ungesunden aber trotzdem lecker deftigen Essen der letzten drei Wochen mal einen Salat gemacht.

Da wir die Fahrräder bis 21h hatten sind wir nach dem Abendessen auf die andere Seite der Insel gefahren um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Dort angekommen konnte man im Wasser Licht von den Algen sehen, die dieses scheinbar tagsüber produzieren. Außerdem war es eine sternenklare Nacht und der Himmel dementsprechend atemberaubend! Als wir unsere Fahrräder weggebracht haben sind wir in die Hostelbar gegangen und werden heute an unserem vorletzten Tag in Mexiko etwas versacken...

Weiterreise nach Holbox

24April2017

Um 23:30 begann unsere Weiterreise nach Holbox und es sollte eine anstrengende Nacht werden. Sitzplatzreservierungen zählen in den Bussen der 2. Klasse nichts. Zum Glück fanden wir, anders als andere Mitreisende, noch zwei zusammenhängende Plätze in der letzten Reihe. #imbusganzhinten

Gebucht hatten wir eigentlich die erste Reihe aber egal, wenn man beachtet das es sogar Leute gab, die im Stehen oder auf dem Boden liegend mitfahren mussten. 

Geschlafen haben wir trotzdem leider recht wenig, da sich Markus' Rückenlehne nicht zurückgelehnt fixieren lies und diese somit wie eine Federung nach vorne fungierte und Aileens Rückenlehne nur einen kleinen Winkel zuließ. Dazu kam die unfassbar kalt eingestellte Klimaanlage, die einem fast tiefgefroren hat. Das die Lüftung sich nicht schließen lies, weil nur noch Löcher ohne Abdeckungen in der Decke waren, half natürlich auch nicht. Dazu hatte der Bus auch noch ca. 10 Zwischenstopps an denen Leute zu- und ausstiegen, ganz egal wie viel Platz der Bus bot. Alles im allem also "Cheise" wie unser Französischer Freund sagen würde.

In Chiquita, der Endstation, nahmen wir dann noch die Fähre zur Isla Holbox. Bei der Überfahrt konnten wir dann den ersten miterlebte Sonnenaufgang auf dem Meer bestaunen.

Als wir endlich auf Holbox ankamen, sind wir erstmal mit dem Franzosen zu seinem Hostel gegangen, weil wir uns erst noch ein Zimmer organisieren mussten. Das Hostel gefiel uns jedoch garnicht. Somit entschlossen wir uns zu einem modernerem Hostel am anderen Ende des Ortes zu gehen, um es dort zu probieren. Da es aber erst 8 Uhr war und die Rezeption erst um 9 Uhr öffnen sollte, tranken wir erstmal einen wirklich guten Cappuccino in einem Café.

Danach ging es auch schon besser und der Tag nahm eine Wendung. Wir bekamen ein wirklich schönes Doppelzimmer im gewünschten Hostel und holten erstmal unser Gepäck vom anderen Hostel. Schnell noch eine Ananas verputzt und dann ging es zum Strand, wo wir uns mal wieder auf Hotelliegen niederliesen und etwas Schlaf im Schatten nachholten.

Als uns der Hunger packte sind wir im Ort frische Avocados, Tomaten, und Brot kaufen gegangen, um uns eine Guacamole zuzubereiten, die wir dann bei uns im Hostel verspeisten.

Nach einer erfrischenden Dusche und etwas relaxen, gingen wir dann noch zu zweit eine kurze Runde durch das Örtchen und tranken eine Limo in einer Rooftopbar. Danach ging es kaputt vom ganzen Tag etwas früher schlafen. ;) 

 

Flamingos in Celestun

23April2017

Wir haben uns heute zusammen mit dem Schweizer, der Australierin und der Britin vom Vortag ein Auto gemietet und sind nach Celestun gefahren, um dort die Flamingos in freier Wildbahn zu bestaunen. Dort angekommen haben wir fast eine halbe Stunde mit den Bootfahrern verhandelt. Nach langer Suche haben wir noch zwei Australierinnen gefunden, die sich mit uns ein Boot teilen wollten.

Nach einer kurzen Bootsfahrt, waren dort mehrere Hundert Flamingos mit ihren Babys! Wir hatten Glück und konnten mehrere Gruppen sehen.

Anschließend sind wir durch einen Mangrovenwald gefahren zu einer Quelle gefahren, wo wir ein kleines Krokodil gefunden haben.

Nach 1,5 Stunden Bootfahrt über den Fluss sind wir weiter nach Celestun gefahren, um in einem kleinen Imbiss Fisch zu essen und uns im Meer zu erfrischen. Leider waren sowohl Strand als auch das Meer am Golf von Mexiko nicht so schön wie die Karibikküste, aber zumindest konnten wir etwas relaxen. Auf dem Weg zurück nach Merida sind wir auf einen einheimischen Foodmarkt gegangen und haben lecker mexikanisches Fastfood gegessen.

Abends zurück im Hostel haben wir uns noch schnell frisch gemacht und haben dann im Hostel der anderen die Reste vom Vortag geleert um für die anstehende 6 stündige Nachtfahrt ordentlich müde und erschöpft zu sein!

Cenoten rundum Merida

22April2017

Nach dem Hostel-Frühstück sind wir heute morgen bereits bei einer Affenhitze 1,5km zur ADO Station gelaufen um einen Nachtbus nach Chiquila zu buchen, da der Bus nicht online buchbar war.

Nach der morgendlichen Anstrengung sind wir zum anderen Hostel gehetzt, da die Leute dort mit einem Hotelangestellten zu Cenoten außerhalb der Stadt fahren wollten. Also sind wir mit dem Franzosen und drei Leuten vom vorabendlichen Pub Crawl zum Colectivo gelaufen und sind 1 Stunde rausgefahren. Dort angekommen haben wir uns ein Motortaxi für den Tag genommen, der uns zu allen abgelegenen einheimischen Cenoten gebracht hat.

Wir waren in einer komplett geschlossenen Cenote, einem tiefen Loch und zum Schluss in einer riesigen offenen. In den Cenoten konnte man schwimmen, mit einem Seil ins Wasser schwingen, schnorcheln und aus fragwürdigen Höhen ins Wasser springen, sodass der Tag ziemlich aktiv war.

Nach den Cenoten waren wir in einem einfachen Restaurant leckere Fajita essen und sind danach zurück nach Merida gefahren.


Dort angekommen haben wir für hausgemachte Moussakka, Wein und Bier eingekauft um den Abend beim gemeinsamen Kochen und Trinken ausklingen zu lassen. Das haben wir dann auch gemacht und obwohl wir erst um 23h gegessen haben (französische Genauigkeit) war der Abend richtig nett, das Essen super lecker und der Wein produktiv!

Weiterreise Merida

22April2017

Nachdem wir am Vortag bereits Tickets für den ADO Bus gekauft haben um morgens entspannt zur Busstation zu kommen, haben wir im Taxi festgestellt, dass der Verkäufer uns die Tickets eine halbe Stunde zu früh ausgestellt hat, sodass wir den Bus knapp verpasst haben. Da alle weiteren Busse voll waren mussten wir über eine Stunde warten um endlich weiterzureisen.

In Merida sind wir dann natürlich wieder zur Mittagshitze angekommen, sodass wir zunächst in unserem super günstigen Hostel eingecheckt haben und uns eine Weile im zum Glück vorhandenem Pool erfrischt haben. Als es langsam kühler wurde, sind wir Gorditas (übersetzt: Fat Lady) essen gegangen, eine Art Pita aber eben Taco-ähnlich mexikanisch.

Um 18h haben wir dann eine "Free guided walking tour" durch Merida gemacht. Diese war ziemlich gut um einen Gesamtüberblick über die Stadt und alle Möglichkeiten zu bekommen. Besonders witzig war, dass die Frau die die Führung hielt Tamaris Bootsschuhe trug. ;) Auf Rückfrage war die sehr zufrieden, da so wohl sehr bequem seien.

Anschließend haben wir uns wieder mit dem Franzosen getroffen und haben in einer bei der Führung empfohlenen Tanzbar Cocktails getrunken. Ein wenig später hat der Franzose ein paar Leute aus seinem Hostel getroffen, die mit einem Pub Crawls unterwegs waren sodass wir uns anschlossen.

Nach einer weiteren coolen Cocktailbar mit spanischer Livemusik war das nächste Ziel ernsthaft ein deutsches Brauhaus in dem die Bedienung "traditionell" Dirndl trugen und sogar die Karte komplett deutsch war. Auch hier gab es eine Liveband sodass der Abend feuchtfröhlich weiterging!

Erhohlung in Campeche

20April2017

Heute war ein eher gemütlicher Tag. Wir haben ausgeschlafen, lange gefrühstückt und haben uns dummerweise um 12h passend zur extremen Mittagshitze (36 Grad und kein Windchen) auf den Weg gemacht, die Stadt zu erkunden. Insgesamt hat die Stadt außer vielen schönen Häusern und einer alten Stadtmauer nicht so viel zu bieten, sodass wir ein paar Museen über die Piratengeschichte Mexikos besucht haben die zum Glück klimatisiert waren.

 

Anschließend waren wir mit dem Franzosen in einem riesigen Supermarkt, haben uns gemütlich jedes Regal angeguckt und haben für Burger am Abend eingekauft. Nachdem wir uns am Nachmittag erstmals etwas gelangweilt haben, haben wir die freie Zeit für Wäsche und Backpack aufräumen genutzt. Abends gabs dann feinste Burger und wir sind nochmal durch die Stadt gegangen.

Leider war die Stadt (warum auch immer) komplett leer und das einzige Highlight am Abend scheint ein bunt beleuchteter Brunnen zu sein, der den ganzen Abend Disneylieder spielt. Morgen gehts weiter nach Mérida, wo hoffentlich etwas mehr Aktion geboten wird. ;)

 

Weiterreise nache Campeche

19April2017

Wir sind heute morgen direkt um 8h mit dem ADO weiter nach Campeche gefahren.

Also wir dort um 14h ungefrühstückt ankamen, sind wir mit dem Franzosen der uns nach Campeche begleitet hat typisch "campechisch" Essen gegangen. Es gab "Pan de Cazon" eine Art Haifisch-Lasagne die uns der Hostelmitarbeiter empfohlen hat - Markus Entscheidung Cordon Bleu zu nehmen war allerdings die bessere.

Nachdem der Franzose mit Magenproblemen aufs Zimmer verschwunden ist haben wir die Stadt erkundet. Insgesamt erinnert Campeche eher an eine italienische Stadt, da die gesamte Stadt aus bunten Häusern, Kirchen und kleinen Gassen besteht.

Aus Tradition heraus, musste sich Markus wieder an einer Kanone vergreifen. Manche werden den Insider verstehen :P

Zurück im Hostel haben wir die nächsten Tage organisiert und uns etwas erholt. Abends haben wir mit dem Franzosen Spaghetti Carbonara im Hostel gekocht und haben den Rest des Abends gequatscht und Cerveza genossen.

Palenque - Maja Ruinen + Wasserfall 2.0

18April2017

Nach einem etwas weniger ausgiebigen Frühstück, riefen wir wieder unseren Taxi-Freund von Vortag, der mit seinem Bruder innerhalb kürzester Zeit für uns bereit stand. Er machte uns erneut ein super Angebot, um zu den Palenque Ruinen zu fahren und anschließend ein einheimischen Wasserfall anzusteuern. Also fuhren wir zunächst zu den Ruinen, die für nur 3€ Eintritt deutlich günstiger und zugleich auch noch beeindruckender und interessanter waren als die erste Mayastadt in Cozumel.

 

Es war zwar unerträglich heiß und absolut anstrengend aber trotzdem richtig gut. Erschöpft und vor allem hungrig führen wir anschließend mit unserem Taxi Fahrer zu den Wasserfällen.

Dort angekommen, gab es mitten im Dschungel eine Familie die einheimisches Essen frisch zubereitete und sogar für das Mehl der Tacofladen Mais frisch gemahlen hat - wir aßen Bohnen, Reis, Tacofladen, Salat und Schwein frisch vom Feuer.

Nach dem Essen zeigten die Taxifahrer uns den Wasserfall und wir waren absolut überwältigt. Wir konnten den Wasserfall herunterklettern und sogar in unter dem Wasserfall liegende Fledermaushölen schwimmen/klettern. Da das Ganze mitten im Regenwald lag, war es noch überwältigender.

Abends haben uns die Taxifahrer eingeladen mit ihnen zu einem einheimischen italienischen-mexikanischen Dschungelrestaurant ("Don Mucho's"- absolut empfehlenswert und super günstig) zu fahren und haben richtig lecker gegessen. Anschließend wurde zur mexikanischen Liveband Salsa getanzt bis wir die Briten zum Ado bringen mussten.

Alles im allen war es ein richtig guter Tag, da wir richtig viel gesehen, gelacht und lecker gegessen haben.

Die Wege unserer Gruppe Trennen sich jetzt leider wieder, da ab hier alle zu anderen Zielen aufbrechen. Nur der Franzose (Frenchi wie er liebevoll genannt wird :D) wird uns noch mit nach Campeche begleiten, wohin wir morgen früh um 8 Uhr bereits aufbrechen.

Palenque - Agua Azul

17April2017

Nach einer Nacht im holprigen Bus nach Palenque (Stadt mit Pakerstore :D) sind wir gegen 10h endlich in unserem Dschungel-Hostel angekommen. Etwas erschöpft aber vor allem hungrig sind wir direkt in einen Supermarkt gegangen und haben für ein englisch-französisch-deutsches Frühstück eingekauft. Danach gab es einen großen Obstteller, Guacamole, Brötchen, Käse, Bacon, gebratene Tomaten und Omelette mit Gemüse welches der Franzose mit perfektionistischer Genauigkeit und Langsamkeit zubereitete - dafür war es sehr lecker.

Gestärkt für den Tag, starten wir auf eigene Faust zu den Agua Azul und Misol Ha Wasserfällen. Wir hatten Glück und ein netter Taxifahrer hat uns einen super Preis für die Gruppe gemacht. Für nur 6€ p.P. sammelte er noch schnell seinen Freund ein und holte seine Schwimmsachen von Zuhause (we made bis day) um uns dann über 60km pro Weg (über 4 Stunden) durch den kompletten Dschungel zu fahren!

Dort angekommen schlug das Wetter recht zügig um und wir konnten die Agua Azul bei einer mystischen Gewitterstimmung bestaunen. Das Gewitter verzog sich jedoch, sodass wir noch im eiskalten Wasser schwimmen und Markus trotz Tauchverbot von einer Klippe vom Wasserfall runterspringen konnte. Erschöpft aber absolut begeistert von der Landschaft und den Wasserfällen ging es dann über eine Stunde zurück, allerdings hatten wir sehr viel Spaß mit den Taxifahrern!


Abends waren wir auf Empfehlung der Taxifahrer in einem Restaurant essen welches wirklich richtig gut war.

Jetzt geht es nach der Nacht im Bus endlich in die Waagerechte um für den morgigen Trekkingtag fit zu sein!

Cenote Azul in Bacalar

16April2017

 

Obwohl der ursprüngliche Plan war von Bacalar weiter nach Caye Caulker (Belize) und anschließend nach Flores (Guatemala) zu reisen haben wir uns jetzt entscheiden doch 3,5 Wochen komplett in Mexiko zu verbringen. Backpacker haben uns gesagt, dass sich der Abstecher nach Belize nicht wirklich lohnt wenn man schon so viele Strände gesehen hat und tauchen können wir mit Markus Ohr eh erstmal nicht. Außerdem würde die Grenzüberquerungen jeweils über 10 Stunden dauern, über 170€ p.P. für Fahrt und Grenzübergänge kosten und einige schöne Tage nehmen, weil es nicht empfohlen wird, diese Grenzen abends/nachts zu überqueren. Weil uns Bacalar und das Hostel so gut gefallen haben, bleiben wir jetzt bis heute Abend um 01:20h und reisen dann mit dem Bus und vier anderen Backpackern aus der Hostel-Gruppe weiter nach Palenque in Chiapas. Die Fahrt dauert 8 Stunden, kostet 22€ und spart zusätzlich eine Nacht im Hostel! ;)

Heute haben wir uns deshalb ordentlich körperlich betätigt und haben uns Fahrräder gemietet um zur Cenote Azul zu radeln.

Die Fahrräder waren dieses mal ziemlich ramponiert aber die Tour mit den Engländern und Franzosen dafür umso witziger. Nachdem wir in der 90m tiefen Cenote schwimmen waren, sind wir ausgehungert zu einem leckeren Fischrestaurant direkt an der Laguna gefahren.

Abends haben wir nochmal im schönen Hostel entspannt und uns für die Nachtfahrt frisch gemacht.

Gleich geht's auf den Foodmarkt eine Kleinigkeit essen und dann auf die 8 stündige Übernachtfahrt nach Palenque.

Bacalar - Quer durch die Lagune

15April2017

Der Tag startete mit einem guten Frühstück mit viel Obst, Cornflakes und Toast. Das Hostel hält definitiv was es verspricht und ist ein richtig schönes Strandhaus.

Nach dem Frühstück stand das Projekt des Tages an: Die Gruppe von gestern Abend hat sich dazu entschlossen zum anderen Ufer der Lagune zu schwimmen (ca. 1000m ein Weg) - das hatte bisher noch keiner geschafft. Da ich kein Wasser ins Ohr kriegen soll, haben Aileen und ich eines der zwei Begleitboote per Kajak gestellt. Das andere Ufer überraschte uns mit dem klarsten Wasser und dem weißestem Grund den wir bisher gesehen haben. Wirklich wunderschön! Nach ein paar Sprüngen vom Betonblock und etwas Schlamm-Peeling ging es dann auf dem Rückweg, bei dem wir aber zum Glück einiges an Rückenwind hatten und auch Aileen mitschwamm. Wir hatten wirklich sehr viel Spaß bei der Aktion!

Danach ging es mit der Gruppe aus Amis, Engländern, Franzosen und Holländern in der Stadt lecker essen und Bier für abends kaufen, mit dem wir uns jetzt beschäftigen ;)

Nachdem wir uns von dem Sportprogramm etwas erholt hatten, gingen wir abends noch auf einen mexikanischen Foodmarkt und probierten uns durch die verschiedenen Stände.

Weiterreise Bacalar

15April2017

Wir sind heute im bequemsten ADO Bus überhaupt weiter südlich an die Laguna Bacalar gefahren. Ein deutsches Pärchen hatte uns auf Isla Mujeres das "Yak Lake Hostel" als bestes und schönstes Hostel Mexikos angepriesen. Weil die Ostertage ziemlich früh ausgebucht waren und wir uns etwas spät gekümmert haben, schlafen wir jetzt zwei Tage getrennt im 8er bzw. 4er Zimmer.

     

Nach 3 Stunden Fahrt nach Bacalar haben wir das kleine Örtchen erkundet. In einem kleinen Café hat Fritten-Makkus seine tägliche Portion Pommes verschlungen und Aileen hat Ihre Kaffeedosis inhaliert. Anschließend waren wir fürs Abendessen einkaufen, da die Hostelküche endlich mal hergibt selbst zu kochen.

Den Nachmittag haben wir am Strandzugang direkt vor dem Hostel verbracht um nach Hause zu telefonieren, uns von zwei Österreicherinnen Tipps für die Weiterreise durch Mexiko zu holen und gemütlich ein paar Biere zu leeren - so langsam setzt die Erholung ein! Abends haben wir Nudeln mit Tomatensoße gekocht und sind danach auf Infotour für die Grenzüberquerung nach Guatemala gegangen.

Im Hostel wieder angekommen hat sich ein sehr gemütliches Sit-In mit allen Hostelbewohnern ergeben. Wirklich ein schöner Abend.

Dos Ojos + Akumal

13April2017

Wir wurden heute für das frühe Aufstehen belohnt und sind direkt um 8h mit dem Collectivo zu den Cenoten Dos Ojos gefahren. Nachdem wir den frechen Eintrittspreis gelöhnt hatten, waren wir glücklicherweise die ersten Besucher in der Cenote und konnten komplett alleine Schnorcheln, das klare Wasser genießen und die Fledermäuse in der Cenote beobachten. Diese Idylle wurde nach 40min dann durch die ersten Touribusse zerstört, sodass wir weiter nach Akumal fuhren.

In Akumal haben wir einen Weg gefunden, die vielen riesigen Wasserschildkröten auch ohne überteuerten Guide zu sehen. Diese sind knapp 1m groß und schwimmen relativ nah am Strand, weil es dort Algen gibt welche sie fressen. (Wir haben leider den kompletten Tag vergessen Fotos zu machen!)

Nach unserer Mittagspause ist Markus zum Arzt gegangen, da er seit dem Tauchgang in Cozumel noch immer Druck auf den Ohren verspürt. Leider hat Markus jetzt eine Woche Wasser/Tauchverbot, da sein rechtes Trommelfell angerissen ist - Ärztebesuche scheinen bei uns mittlerweile zum Standard zu gehören. Abends gab es selbstgemachte Guacamole, danach tanto cerveza!

Tulum Tag 2

12April2017

Wir haben heute mal ausgeschlafen und sind danach gemütlich durch die Stadt gebummelt. Gegen Mittag haben wir uns dann eine Bar gesucht die das Dortmundspiel zeigt.

Nach dem Spiel ging es dann bei über 30 Grad mit dem örtlichen Bus zum Strand. Während Aileen ein gemütliches Plätzchen zwischen dem Mexikanern ergattern konnte, stand Markus 10min mit dem Kopf nach unten in der Mitte weil der Bus für seine Größe deutlich zu klein war. :D


Am Strand haben wir uns dann die "Zona Arqueologica" angeguckt, eine nette Maya Stätte direkt am Meer die deutlich mehr Touristen anzog aber auch viel schöner als die erste war.

Nach ein paar Stunden am Strand ging es dekadent mit dem Taxi zur Unterkunft um uns unter einer kalten Dusche frisch zu machen (warmes Wasser scheint hier nicht in der Standardunterkunft enthalten zu sein).

Abends gab es dann mal zur Abwechslung keine Taccos sondern Pizza und Pommes!

Weitereise Tulum

12April2017

Heute morgen waren wir in einem riesigen, modernen Supermarkt um fürs Frühstück und die Weiterreise nach Tulum einzukaufen. Danach gabs lecker "deutsche" Brötchen mit selbstgemachter Guacamole.

 

Anschließend ging es wieder auf die Fähre nach Playa del Carmen und dort direkt in den Bus nach Tulum.
Nach Ankunft in der AirBnB Unterkunft, die leider rrein gar nichts mit den im Internet dargestellten Bildern gemeinsam hatte, machten wir uns auf zum Strand der mit weißem Sand und Palmen sehr schön war!

 

Abends ging's in die Stadt Fajita essen und sitzen nun bei Livemusik in einer hippen Mojitobar die Mojitos mit Chilli zubereitet - ziemlich heftig der Trunk!

Fahrradtour auf Cozumel

10April2017

Obwohl Cozumel relativ groß ist und optimal für eine Mopedtour geeignet wäre, siegte heute doch die Vernunft und wir haben uns wieder ein Fahrrad gemietet um die Insel zu erkunden. Der Großteil der Insel besteht aus Dschungel, nur ein kleiner Teil ist wirklich städtisch. Also sind wir früh morgens zu einer Maja Stätte ins Landesinnere aufgebrochen um möglichst vor Mittagshitze zurückzukommen. Allerdings war die Strecke doch länger als gedacht und wir radelten insgesamt 28km in einer Affenhitze unter der prallen Sonne Mexikos. Dafür wurden wir von einigen Amis gebührend gefeiert die dekadent mit ihren VW Käfer-Cabrio an uns vorbeizogen. Um diese Maya Stätte wertschätzen zu können (keine Pyramiden) benötigt man allerdings etwas mehr Phantasie als wir es hatten und fanden diesen historischen Ausflug abgesehen von der Fahrradtour eher durchschnittlich. Nachdem wir die Distanz hinter uns gelegt hatten stärken wir uns zur Abwechslung mal wieder mit geilen Tacos und Burritos :)

Anschließend radelten wir weiter zum Meer um uns endlich abzukühlen. Mit Glück fanden wir Schmarotzer einen hoteleigenen Strand mit Schnorchelzugang und bequemen Strandliegen auf denen wir endlich entspannen konnten. Abends mussten wir noch die Unterkunft wechseln, da wir uns entschlossen haben noch einen Tag länger zu bleiben. Also zogen wir mit Sack und Pack weiter und sitzen nun in einem chilligen Hostel (BedsFriend Hostel) mit Palmen, Hängematten und naschen endlich mal wieder Burger mit Fritten! Erschöpft aber zufrieden werden wir heute früh schlafen da wir morgen nach Tulum weiterreisen.

Tauchen auf Cozumel

10April2017

Frisch gestärkt mit einem Frühstück aus Früchten der Region ging es früh morgens los.

Um 8 Uhr wollten wir uns am Treffpunkt treffen, als wir um 7:55 Uhr pünktlichst da waren, standen wir wie erwartet vor heruntergelassenen Rollladen :D unsere mexikanische Verabredung kam gegen 8:20 Uhr an und starte gemütlich in den Tag.
Nachdem wir alles eingeladen hatten, ging es per Taxi zum Hafen. Nach einer kurzen Lehrstunde und bestandenen Theorietest ging es raus aufs Meer.
Hier hatten wir 2 Tauchgänge á 40 min. welche atemberaubend schön waren. Nicht umsonst ist Cozumel eines der besten Tauchspots weltweit.
Aileen überstand heute den nur leichten Seegang, dafür hatte Markus etwas mit dem Ohrendruck beim Abtauchen zu kämpfen.
Alles im allem kamen wir aber beide sehr gut klar und hatten dank unseres super netten Lehres ein paar tolle Momente im Korallenriff.

Ziemlich geschlaucht vom anstrengenden Tag, gingen wir nach einer Dusche noch in der Stadt was essen und sahen auf dem Marktplatz eine tolle einheimische Band.

 Obst mit Chilli

Weiterreise nach Cozumel

09April2017

Heute war der erste Weiterreisetag, deshalb haben wir nicht so viel zu berichten.


Wir sind von Isla Mujeres mit der Fähre nach Cancun und von Cancun mit dem ADO Bus nach Playa der Carmen gefahren.

 

Von dort ging es wieder mit der Fähre nach Cozumel, weil Cozumel das Taucherparadies Mexikos sein soll. In Cozumel wurden wir sehr nett von unserem neuen Gastgeber in einem schicken B&B (Caribo Cozumel) empfangen.

 
Da der Seegang morgen ruhig gemeldet ist, haben wir für morgen einen Scuba Dive (Studio Blue Dive) mit zwei Tauchgängen gebucht. Zur Vorbereitung mussten wir uns Schulungsvideos angucken und die Ausrüstung aussuchen, damit es morgen früh direkt losgehen kann.

(Die Menschen sind hier etwas kleiner :D)

Abends sind wir durch die eher touristischen Straßen geschlendert und haben uns zur Abwechslung mal wieder geile Tacos an der Straße gegönnt! Ein wenig live Musik durfte auch wieder nicht fehlen.

Letzter Tag Isla Mujeres

08April2017

Der Tag begann mit einem geilen Guacamole Frühstück im Hostel. Gestärkt starteten wir auf eigene Faust eine Erkundungstour mit dem Fahrrad. Auf halber Strecke zum punta sud der Insel, fanden wir eine sehr ansprechende karibischer Bar (Mango Café), bei der wir den ersten leckeren Kaffee in Mexiko einatmeten (vielleicht lag der Jetlag der letzten Tagen auch am Koffeinentzug - Kaffee können die hier nicht so gut!).

Auf der Insel gibt es viele schöne Häuschen, den Punta del Sur und ein paar Maya Überbleibsel, die Fahrradtour hat sich also voll gelohnt.

Angetan vom Kaffee am Morgen haben wir in der selben Bar (Mango Café) leckerste Tacos und Quesadillas genascht und sind anschließend an den Strand gefahren um dem Tag ausklingen zu lassen.


Am Abend haben wir bei guter Live Musik im Hostel noch die Hostels der nächsten Ziele gebucht.

 

Isla Mujeres - Aileens Geburtstag

07April2017

Nach einer morgendlichen Yoga-Session (als erstes Geschenk von Markus) am Strand haben wir Aileens Geburtstags ganz entspannt mit einem Geburtstagsmuffin lesend in Hängematten im Palmengarten verbracht.

Gegen Mittag sind wir dann mit dem Boot auf unsere Schnorcheltour gestartet und haben zuerst das Unterwassermuseum und anschließend das natürliche Riff vor Isla Mujeres erkundet. Leider war der Wellengang so hoch, dass Aileen ein paar mal erbrechen musste - wenigstens lockte das die Fische an! ;)

Abends gönnten wir uns dann auf Geheimtipp von Herrn Hahn leckere Guacamole und Quesadilla mit ordentlich scharfen Soßen!

Isla Mujeres - Mexico Tag 1

06April2017

Die Anstrengungen des letzten Tages wurde mit folgendem sonnenreichen Erwachen belohnt.

(Unser kleines Zimmer verfügt übrigens nur über einen Ventilator, somit sind die Nächte eher schwitzig. ;)

Nach dem Frühstück ging es auch direkt zum Strand, der wirklich traumhaft schön ist. Hier ein paar Eindrücke:

 

Zudem haben wir ein wirklich sehr gemütlichen kleinem Imbiss gefunden, welcher für wenig Geld gutes mexikanisches Essen zubereitet.

 

 

 

 

Ankunft Mexico

05April2017

Ziemlich genau 22 Stunden nach dem Aufbruch in Detmold, hatten wir endlich das Hostel auf Isla Mujeres (Poc Na Hostel) erreicht. Wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann waren wir absolut geschlaucht :)

  Poc-Na Hostel

Ziemlich übermüdet fielen wir direkt ins Bett und holten erstmal einiges an Schlaf nach.

Anreise Teil 1 geschafft!

04April2017

Frankfurt Flughafen

Die Bahn war pünktlich, Frankfurt Flughafen ist erreicht! :)

Wir sind dann mal weg...

04April2017

Detmold Bahnhof

Job gekündigt, Wohnung aufgelöst, Rucksäcke gepackt - wir sind dann mal weg!

Wir folgen dem Mainstream und haben diesen privaten Blog eingerichtet, um ein ständiges Update unserer Reise zu geben und eine spätere Reiseerinnerung zu haben. Am 04.04. geht unser Flug von Frankfurt nach Cancun, von dort aus geht's weiter auf die Isla Mujeres.